In Rinteln steht der Neubau von drei Feuerwehrgerätehäusern vor der Tür. Der aktuelle Planungsstand ist jetzt in einer Sitzung des Feuerschutzausschusses von Stefan Eggert-Edeler (Bauamt der Stadt Rinteln) vorgestellt worden. Die Pläne für das gemeinsame, neue Hauptquartier der Feuerwehren Deckbergen und Schaumburg sind am weitesten fortgeschritten.

Deckbergen

Kommt ein Gerätehaus für zwei Feuerwehren?

Deckbergen macht keinen Hehl aus seiner Sympathie für die Kameraden aus Schaumburg / 38 Einsätze

Deckbergen - K71Grundstück gesichert – Geld steht bereit

Feuerwehrgerätehaus-Neubau in Deckbergen rückt in greifbare Nähe

Feierstunde für neuen Transportwagen und Outfit

Übergabe MTWDECK­BER­GEN (s­te). Be­reits zum vier­ten Mal wird in der Stadt Rin­teln ein Man­schaft­strans­port­wa­gen von der Firma Dep­ping, Per­so­nal­dienst­leis­tun­gen, ü­ber­ge­ben. Mit großer Freude ging das vierte Fahr­zeug an die Frei­wil­lige Feu­er­wehr in Deck­ber­gen.
Gerd Moh­win­kel, stell­ver­tre­ten­der Orts­brand­meis­ter, dankte aber nicht nur Hans-Gerd Dep­ping und sei­ner Frau Clau­dia für das Fahr­zeug, in dem künf­tig ü­ber­wie­gend die Nach­wuchs­ka­me­ra­den Platz neh­men, son­dern zeit­gleich gab es auch vom Gar­ten- und Land­schafs­bau Un­ter­neh­men "Kem­na" ein neues Out­fit für die Jüngs­ten in der Deck­ber­ger Wehr.
Ih­ren Dienst leis­ten nun die acht Jun­gen und die zwei Mäd­chen der Kin­der­feu­er­wehr in dem Or­gi­nal nahe kom­men­den "Ein­satz­anzü­gen", die von Man­fred und Kä­the Kemna ü­ber­reicht wur­den.
Als Ei­gen­an­schaf­fung weih­ten die Deck­ber­ger auch ihr neues Alarm­in­for­ma­ti­ons­sys­tem ein, das den ge­nauen Zielort so­wie die Um­ge­bung mit Hy­dran­ten vom PC auf einen Mo­ni­tor in die Fahr­zeug­halle ü­ber­trägt, so dass die Ka­me­ra­din­nen und Ka­me­ra­den un­be­kannte Zielorte leich­ter fin­den und er­for­der­li­che Maß­nah­men bes­ser kal­ku­lie­ren kön­nen.
Für den Um­bau des Fahr­zeugs spen­dete die Firma "­Rock Cir­cus" Ver­an­stal­tungs­tech­nik mit In­ha­ber Ro­man Sta­sit­zek noch einen nam­haf­ten Be­trag.

Fo­to: ste

vom 24.08.2013 | Ausgabe-Nr. 34B

Deckbergen (who). Seit Gründung vor 85 Jahren hat sich die Ortsfeuerwehr Deckbergen ständig weiterentwickelt und durch Wechsel in den Reihen der Funktionsträger immer wieder ihr Gesicht verändert.

Die Feuersalamander

Deckbergen (mld). Die „Feuersalamander“ heißen sie, die Kinderfeuerwehr Deckbergen, die am Samstag gegründet worden ist. Rund ein Jahr hat es gebraucht vom ersten Schnupperdienst im September 2010 bis zum ersten „richtigen“ Dienst im Oktober desselben Jahres bis zur jetzigen Gründung – doch den neun Kindern, mit denen die Gruppe „Feuersalamander“ jetzt an den Start gegangen ist, war anzumerken, dass sie sich trotz der langen Zeit auf ihre Zukunft bei der Feuerwehr freuen.

„Es hat einfach eine Weile gebraucht, bis wir die Kinder und die Betreuer zusammenhatten“, erläuterte Deckbergens Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier. Dennoch waren die „Feuersalamander“ auch schon vor der offiziellen Gruppengründung äußerst rege, hatten beispielsweise schon das Osterfeuer begleitet, waren Pizza- und Nudelessen und haben den Flughafen Hannover besucht, natürlich inklusive Flughafenfeuerwehr. Und viele Aktivitäten, glaubt man Bredemeiers Worten, stehen den Nachwuchs-Brandschützern noch bevor.

Dabei habe er vor 42 Jahren, als die Jugendfeuerwehr Deckbergen gegründet wurde, gar nicht daran gedacht, dass der Ort auch einmal eine Kinderfeuerwehr haben könnte, so Ortsbürgermeister Eckhard Hülm. Doch das gehöre für die aktive Nachwuchsarbeit nun einmal dazu. „Wir müssen uns im stärkeren Konkurrenzkampf sehen“, sagte auch Ortsbrandmeister Bredemeier.

Daran ließ auch Jan Heinemann, stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart, keinen Zweifel: Die Kinderfeuerwehr sei ein Grundstein für die Nachwuchsgewinnung, um später das aktive Personal der Feuerwehr aufzustocken.

„Und wir wollen dadurch natürlich aktive Jugendarbeit leisten“, so Heinemann. Es gehe darum, den „sozialen Auftrag der Gesellschaft zu erfüllen“, erläuterte Heinemann – und das bedeute nicht nur, die Kinder hinter Fernseher und Computer hervorzulocken, sondern auch, Präventionsarbeit zu leisten. Das sei bei der Kinderfeuerwehr zum Beispiel Brandschutz- und Verkehrserziehung, bei den Jugendlichen dann Aufklärung über Gewalt und Drogen.

Geleitet wird die Gruppe von Miriam Mattern, ihre Stellvertreterin wird Marion Abel sein. Mit ihnen wird sich ein Betreuerteam um die Nachwuchs-Brandschützer kümmern. Die bekommen natürlich noch passende Shirts, gesponsert von der Firma „Jürgen Söffker Bau“.

Die „Feuersalamander“ sind übrigens die inzwischen 58. Kinderfeuerwehrgruppe im Landkreis. Damit ist Schaumburg laut Heinemann Spitzenreiter in Niedersachsen, „die hohe Dichte ist beispiellos“, so Heinemann. In Rinteln, so der stellvertretende Stadtbrandmeister Bernd Entorf, ist es immerhin die zehnte Gruppe von 18 Ortsfeuerwehren – von denen immerhin 17 Jugendfeuerwehrgruppen haben.

Als Starthilfe gab es zudem noch Mittel vom Ortsrat und vom Feuerschutzausschuss, dessen Vorsitzender Reinhold Kölling ebenfalls zur Gründung gekommen war. Die anschließende Verpflegung am Büfett war umsonst – doch Spenden natürlich gern gesehen.

Und die „Feuersalamander“ stellten schon vor ihrer offiziellen Gründung unter Beweis, dass sie zur Nachwuchsförderung beitragen: Ein Junge ist nämlich bereits Mitglied bei der Jugendfeuerwehr.

Bericht und Bild: Schaumburger Zeitung

 

 

Willi Bradt - Ehrung für 50Jahre aktiven Dienst

Deckbergen (who). Bei 24 Einsätzen, darunter zwei Großbrände, sieben Kleinbrände und acht technische Hilfeleistungen, hat die Stützpunktfeuerwehr Deckbergen im Vorjahr Vielseitigkeit und Einsatzbereitschaft bewiesen.

„Feuerwehr definiert sich über Einsatzfähigkeit und nicht über die Teilnahme an irgendwelchen Wettbewerben“, betonte Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier im Bericht zur Jahreshauptversammlung im frisch renovierten Gerätehaus.

Nicht der größte, aber der denkwürdigste Einsatz des vergangenen Jahres war der, bei dem die Feuerwehr zu Hilfe kommen musste, als einem Einwohner bei einer missglückten Fällung ein Baum in eine Stromleitung zu fallen drohte, erinnerte Bredemeier. „Die zusätzliche Hinzuziehung von Stadtwerken und Polizei dürfte dem Besitzer des Baumes eine teure Rechnung beschert haben“, vermutete er.

Für ihr eigentliches „Kerngeschäft“ stehen der Ortsfeuerwehr Deckbergen zurzeit 33 Einsatzkräfte zur Verfügung. Elf Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr. Zur Altersabteilung, die sich als „Wandergruppe“ fit hält und die stark bei der Hauptversammlung vertreten war, gehören 14 Feuerwehr-Oldies. Die 18-köpfige Frauengruppe unterstützt als Sondereinheit die öffentlichen Veranstaltungen der Wehr. Und von sieben im Vorjahr neu eingetretenen Mitgliedern verstärken jetzt allein vier die Aktiven-Gruppe. Rund 4000 Stunden Aufwand sind im Jahr 2010 für das Unternehmen Feuerwehr angefallen“, so Bredemeier.

Damit es auch in Zukunft rund läuft, soll Ende April die Kinderfeuerwehr offiziell gegründet werden, die seit vorigem September mit zurzeit neun Jungen und Mädchen im Probebetrieb steht.

Auch in Sachen Ausrüstung will die Feuerwehr für aktuelle Herausforderungen durch widerstandsfähigere Materialien in Unfallfahrzeugen gerüstet sein. Deshalb werde für Ende April die Lieferung eines neuen Hilfeleistungssatzes erwartet. Mit Blick auf die Ersatzbeschaffung eines neuen Fahrzeuges für 2014 und um für die Stadt Rinteln Kosten zu sparen, regte der für seine konstruktive „Denke“ bekannte Ortsbrandmeister „Sammelbeschaffung“ an. Grundsätzlich sei dies eine gute Sache, aber keine andere Ortsfeuerwehr wird gerne länger auf ihr neues Ersatzfahrzeug warten wollen, kommentierte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz den Vorschlag.

Mit Willi Bradt und Walter Kunze wurden zwei ehemals aktive verdiente Feuerwehrleute für je 50 Mitgliedsjahre geehrt. Dazu empfing Werner Zeise als „Passiver“ seine Auszeichnung für 40 Jahre Treue zur Feuerwehr Deckbergen. Und last not least zeichnete der stellvertretende Kreisbrandmeister Rainer Kuhlmann Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier mit dem Goldenen Ehrenzeichen für 40 Dienstjahre aus. Im Zuge der Beförderungen stiegen Marco Simon und Stefan Wolgast auf der Feuerwehr-Karriereleiter eine Stufe nach oben zu Oberfeuerwehrmännern. Und der neue Dienstgrad für Christoph und Kerstin Wanagautzki sowie für Nicole Wolgast lautet Hauptfeuerwehrmann beziehungsweise Hauptfeuerwehrfrau.

Bericht der Schaumburger Zeitung vom 17.03.2011 / Bilder W. Hoppe

Auf Einladung der Dorfgemeinschaft Westendorf nahm ein Team der Einsatzabteilung der FF Deckbergen am 1. Gummistiefelweitwurf in Westendorf teil.



Ziel war es, eine Strecke von einem Kilometer mit möglichst wenig Würfen zu bewältigen. Da der Gummistiefel an sich, ein wenig geeignetes Flugobjekt ist, liessen sich "Flurschäden" leider nicht immer vermeiden.
Alles in Allem - eine gelungene Veranstaltung mit entsprechendem "Kameradschaftsförderungsfaktor".

Ergebnis - auch wenn es nicht wirklich wichtig ist: Platz 3 - zusammen mit den Feuerwehren Ahe und Westendorf.

 
Das war die Ausgangslage einer Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft 2 (KFB) aus dem Landkreis Diepholz am 31.07./01.08.2010.
Durch einen Flugzeugabsturz im Bereich der Burg Schaumburg kam es zu einigen größeren Bänden im Bereich der Burg. Weiterhin wurden viele Personen verletzt und mussten gerettet werden. Zusätzlich wurde durch Trümmer ein Gefahrguttank beschädigt und mehrere Personen unter umstürzenden Gegenständen eingeklemmt.
Für die Brandbekämpfung mussten die Einsatzkräfte unter Letung von Bereitschaftführer Wilhelm Brinker unter anderem rund 1600m Schlauchleitung aus dem Bereich der Domäne Coverden bis zur Schaumburg verlegen.
Zwischenzeitlich wurde im Pendelverkehr die Löschwasserversorung mit Tanklöschfahrzeugen (TLF) sichergestellt.
Schnell und routiniert sicherte eine Abteilung den beschädigten Gefahrguttank und befreite durch den Einsatz von Hebekissen die eingeklemmten Personen.

In der Abschlussbesprechung bedankten sich Bereitschaftführer Wilhelm Brinker und Stadtbrandmeister Friedel Garbe bei den eingesetzten Kräften für die erfolgreiche Übung.
Im Einsatz waren rund 120 Feuerwehrangehörige mit 27 Fahrzeugen.

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Technische Entwicklung: Deckbergen rüstet auf

Ortsbrandmeister zeigt sich zufrieden über neuen Hilfeleistungssatz /
60 Jahre Treue geehrt




Deckbergen (who).
Die Ortsfeuerwehr Deckbergen hat im vergangenen Jahr 28 Einsätze gehabt. Neben zwölf Brandeinsätzen seien bei 16 technischen Hilfeleistungen auch drei eingeklemmte Personen zu befreien gewesen, berichtete Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier zur Hauptversammlung. Dass eine Person nur noch tot habe geborgen werden können, belege, wie wichtig ausreichendes technisches Gerät sei.

Der neue Hilfeleistungssatz für die Personenrettung sei darum nicht Selbstzweck, sondern werde diktiert durch die Entwicklung im Fahrzeugbau, erklärte Bredemeier. Während das Altgerät mit seiner Spreizkraft von vier Tonnen sowie Schneidkraft von 18 Tonnen durch das Metall der Fahrgastzellen moderner Automobile „hoffnungslos überfordert“ sei, biete das neue Gerät eine Kapazität von 23 beziehungsweise 75 Tonnen.

Ein Großeinsatz den die Feuerwehr Deckbergen zum dritten Mal und „sehr gern“ geleistet habe, sei die Ausrichtung des Stadtzeltlagers der Jugendfeuerwehren vom 3. bis 11. Juli mit Unterstützung der örtlichen Vereine und Gruppen gewesen, erinnerte Bredemeier. Dabei wurde auch das 40-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Deckbergen sowie das 20-jährige Bestehen der Frauengruppe als Rückhalt der Aktiven gefeiert.

Rund 4500 Stunden haben die Aktiven der Feuerwehr Deckbergen im Vorjahr geleistet. Unter anderem bei regulärem Dienst, Stadtzeltlager und Mitwirkung in der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd, weshalb Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote besonders „für hervorragende Mitarbeit“ dankte.

Ein großes Dankeschön der Feuerwehr ging auch an Wilhelm Sieker, der seit 60 Jahren dazugehört und 47 Jahre aktives Mitglied im Kommando gewesen ist. Ebenso an Jugendwart Michel Kampmeier, der sich nach seinem Umzug als frisch beförderter Brandmeister nach Exten verabschiedete. Sein Nachfolger wurde Gerd Mohwinkel, der damit an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist.

Jubilar Wilhelm Sieker mit Ralf Bredemeier (v.l.), Rintelns stellvertretendem Bürgermeister Ulrich Goebel und dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Hendrik Pape.

Quelle: Bericht Schaumburger Zeitung vom 06.04.2010 / Bild: W. Hoppe

Flammen schlagen aus dem Motor – Wohnmobil in Minuten ein Wrack
Deckbergen (wm). Ein über 50 000 Euro teures Wohnmobil samt Inventar, darunter drei Laptops und eine größere Menge Bargeld, ist gestern gegen 13.15 Uhr auf der Bundesstraße 83 in Deckbergen verbrannt. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt.


Die Eigentümer des holländischen Campmobils der Marke Winnebago Superchief aus Utrecht waren auf dem Weg zu einem Jeep-Treffen in Stadtoldendorf. Der 60-jährige Mann saß am Steuer des Wohnmobils, seine 54-jährige Frau fuhr im Jeep hinterher.

Mitten in Deckbergen, kurz vor der Ampel, habe er Flammen aus dem Motor schlagen sehen, schilderte der Holländer der Polizei den Verlauf des Unglücks. Er habe das Wohnmobil sofort auf den Standstreifen für den Bus chauffiert.

Ein hinter ihm fahrender Brückenprüfer des TÜV, der auf dem Weg nach Hameln war, versuchte noch mit einem Sechs-Kilo-Pulverlöscher den Motorbrand zu ersticken. Doch die Flammen fraßen sich so schnell durch die Kunststoffkarosserie und Inneneinrichtung des Wohnmobils, dass es selbst den Feuerwehren aus Deckbergen, Schaumburg und Steinbergen nicht sofort gelang, das Feuer einzudämmen. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen und die Hitze so stark, dass die Abdeckungen der Ampelanlage geschmolzen sind. Erst ein Schaumteppich erstickte die Flammen. Die Feuerwehren konnten so verhindern, dass der volle Tank wie die Gasflaschen im Camper explodiert sind.

In der Kleinenwiedener Straße gab es noch einen Auffahrunfall mit einem Autofahrer aus Hameln und einem Autofahrer aus Lippe. Beide waren wohl vom Brand abgelenkt worden. Die Bundesstraße 83 war für die Löscharbeiten eineinhalb Stunden komplett gesperrt, Lastzüge stauten sich bis zur Abzweigung nach Westendorf.

Quelle: SZ vom 28.05.2009

Feuerwehrnachwuchs in Bestform: Vier Möllenbecker Teams sind spitze

Rinteln/Deckbergen (who)
. Seit Jahren dominiert die Feuerwehr-Hochburg Möllenbeck die Stadtwettbewerbe der Rintelner Jugendfeuerwehren. Und dass sie, wie am vergangenen Sonnabend, gleich mit vier Teams sämtliche Spitzenplätze erstürmt, das hat es auch schon mehrmals gegeben. Dass aber mit dem Siegerteam „Möllenbeck weiß“ gleichzeitig die jüngste Gruppe den Wettbewerb gewonnen hat, dürfte ein echtes Novum in der Geschichte der Stadtwettbewerbe sein. Das Durchschnittsalter der Gruppe liegt bei 13 Jahren.

Insgesamt hatten die 17 Jugendfeuerwehren 19 Gruppen an den Start geschickt. Die Aufgaben: Aufbau eines Löschangriffs sowie ein Hindernislauf über 400 Meter. Die Jugendfeuerwehr Deckbergen war mit der Ausrichtung betraut worden, weil sie in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert.

Nach den Gruppen Möllenbeck weiß, schwarz, rot sowie blau war die Vertretung aus Krankenhagen das fünftstärkste Team vor Goldbeck auf Platz sechs.

Die Rintelner Stadtwettbewerbe haben gleichzeitig den Startschuss für die diesjährige Wettbewerbsrunde im Landkreis gegeben, erklärte Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Lohmann. Für die Gewinner aus Möllenbeck bedeute der Sieg gleichzeitig die Qualifikation für die Kreiswettbewerbe, die am Sonntag, 7. Juni, in Bad Nenndorf ausgetragen werden. Aus der Samtgemeinde Nenndorf kam auch das 14-köpfige Wertungsteam um Frank Blum.

Quelle: SZ

Frauengruppe feiert runden Geburtstag

Deckbergen (who). Unter den zehn Brandeinsätzen und 14 technischen Hilfeleistungen war besonders die Bergung eines Unfalltoten auf der B 83 belastend für die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Deckbergen im vorigen Jahr. So berichtete der stellvertretende Ortsbrandmeister Hendrik Pape zur Jahreshauptversammlung seiner Feuerwehr.

Pape, der die Versammlung in Vertretung für den erkrankten Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier leitete, merkte an: „Das sind Erlebnisse, die Nicht-Feuerwehrangehörige gerne übersehen, wenn sie über die Feuerwehr reden.“ Der Bericht, den der Vize für seinen Ortsbrandmeister verlas, sprach von dem guten Ausbildungsstand der Wehr, der nicht zuletzt durch praktizierten Blockunterricht untermauert worden sei. Unter anderem basiere das Deckberger Ausbildungskonzept darauf, dass wiederkehrende Handlungsabläufe standardisiert worden seien, zur Festigung der Einsatzroutine.

Eine besondere Stütze der Deckberger Wehr ist seit 20 Jahren die zurzeit 20-köpfige Frauengruppe unter Leitung von Heidi Pape. Dafür gab es für jede Angehörige Dankeschön-Blumen zum runden Geburtstag der Gruppe.

Anschließend beförderte Hendrik Pape Cedric Skoruppa zum Feuerwehrmann und begrüßte Benedikt Niemeier als neues Mitglied der Aktiven-Abteilung. Eins rauf zum Löschmeister ging es für Markus Olthoff und Stephan Stemme. Und für langjährige Treue zur Feuerwehr Deckbergen wurden geehrt: Claus-Edwin Neelmeier für 25 Mitgliedsjahre, Eckhard Hülm sowie Michael Nolting für 40 Jahre und Dieter Türke für 50 Jahre. Mit Markus Olthoff für 25 Dienstjahre sowie Manfred Dreier und Dieter Nolting für jeweils über 40 Jahre bekamen drei Mitglieder der Aktivengruppe ihre silbernen beziehungsweise goldenen Ehrenzeichen.

Quelle: SZ vom 23.03.2009

 

Etwa doppelt so viele Einsätze wie im Vorjahr durch Unwetter

Wehr rüstet sich für kommende Jahre mit Motorsägenführerscheinen und selbst beschafften Hilfsmitteln

DECKBERGEN(ste). Die Ortsfeu­erwehr Deckbergen hatte im ver­gangenen Jahr viel zu tun. Gleich 58 Einsätze galt es zu bewältigen: "Das ist doppelt so viel wie 2006", so Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier, der Orkantief „Kyrill" und andere Unwetter-Ereignisse verantwortlich für die viele Arbeit machte. Und so waren auch 34 der absolvierten Einsätze technische Hilfe­leistungen. Einen Großbrand hat ten die Deckberger gemeinsam mit weiteren Wehren in Engern zu bekämpfen, darüber hinaus einen Kellerbrand in Ahe sowie das Feuer in einer Rintelner Pizzeria als Folge einer Fett-Explosion.

Doch es gab auch angenehme Seiten des Dienstjahres und dazuzählte natürlich die Ausrichtung der Stadtwettbewerbe und der "Eimerfestspiele" aus Anlass des 80-jährigen Bestehens. Auch waren die Feuerwehrleute spon­tan mit dabei, als der NDR in Rinteln zur „Bürgerwette" aufrief und Menschen im Doktorkittel Weser­wasser holen ließ, in dem sich dann Moderator Michael Thürnau (der „Bingo-Bär") baden sollte.

Mit der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Deckbergen steht im kommenden Juni ein weiterer festlicher Höhepunkt der Wehr ins Haus.
Wie sich die Wehr auf künftige Unwettereinsätze fachlich vorbe­reitet, dass zeigt das Engagement von fünf Aktiven, die ihren Motorsägenführerschein machten.

„Selbst ist die Wehr" sagten sich die Deckberger bei der Beschaffung einiger Hilfsmittel, die den Dienst erleichtern helfen. Bredemeier und sein Stellvertreter Hendrik Pape zeigten die neuen und leichten Einsatzlampen sowie die handlichen Abrollkörbe für Schläuche, die besonders bei Ge­brauch in Gebäuden Vorteile brin­gen.
Mit der ortswehrübergreifenden Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern arbeitet die Ortsfeuerwehr Deckbergen zusammen mit den Nachbarwehren Schaumburg und Westendorf seit einigen Jahren an einem neuen Einsatzkonzept. Der Hintergrund, so Ralf Bre­demeier ist, dass die Spezialisten mit der Maske aus verschiedenen Wehren in gemeinsamen Trupps eingesetzt werden können. Die Ortsfeuerwehren Ahe, Steinbergen und Engern kooperieren daher.

Am Ende galt es dann für den Ortsbrandmeister, eine angenehme Pflicht zu erfüllen. Sie­ben langjährige Mitglieder konnte er für ihre Verdienste auszeichnen. Gerd Mohwinkel gehört seit über 25 Jahren zum harten Kern der Einsatzgruppe und Gerd Müller seit mehr als 40 Jahren. Seit 60 Jahren gehört Karl Büthe zu den ehemals Aktiven seiner Ortsfeuer­wehr, wie auch Gerhard Hülm, der nicht zur Versammlung kommen konnte. Über 50 Jahre sind es für Willi Brandt und Friedhelm Kohlmeier sowie mehr als 40 für Bär­bel Skoruppa. Und Wilhelm Bradt gehört seit 50 Jahren zu den För­derern der Wehr.

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Foto: ste

 
 


Steffen Schlosser, Beate Müller, Bärbel Skoruppa und Sieghard Ehrlich werden für aktive und passive Unterstützung der Wehr ausgezeichnet.

Gefüllte Umschläge als Gruß

Geschichte der Wehr reicht 132 Jahre zurück / Mutigste Bürgerinitiative

 
 

DECKBERGEN (ste). Die eigent­liche Geschichte des Feuerlösch­wesens in Deckbergen reicht zurück bis in das Jahr 1875, doch die heutige „Freiwillige Feuerwehr" wurde erst am 1.6.1927 gegrün­det; vorher waren die Aufgaben als bürgerliche Pflichtaufgabe an die Einwohner des Dorfes verteilt. Bürgermeister Karl-Heinz Buch­holz lobte als Gastredner auf der Geburtstagsfeier in der Sporthalle die Feuerwehr als die „Älteste, le­bendigste und mutigste Bürgerin­itiative"; ganz nach dem ehema­ligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Buchholz überg­ab, wie viele andere Gratulanten auch, an Ortsbrandmeister Ralf

Bredemeier statt Blumen einen Umschlag mit Geld für die Jugend­arbeit in der Wehr. Die ist derzeit gebündelt mit der aus den Wehren Schaumburg und Westendorf, die nicht nur gemein­sam üben, sondern sich auch für Wettbewerbe und Zeltlager zu­sammengeschlossen haben. Die Geschichte der Wehr ist wech­selhaft. Nach der Bildung der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 1927 dümpelte das Feuerwehr­wesen in den Nachkriegsjahren bis 1948 vor sich hin. Dann sorgte ein Brand in einem Wohnhaus für die Wiederbelebung der Wehr, die 1956 mit einem Tragkraftspritzen­anhänger ausgerüstet wurde, der

 

 


Als stellvertretender Stadtbrandmeister befördert Friedel Garbe
Roman Stasitzek zum Hauptlöschmeister.

heute noch als Mehrzweckanhän-ger seinen Dienst in der Wehr ver­sieht. 1969 wurde die Jugendwehr gegen den Widerstand Einzelner gegründet und es war der richtige Weg, wie Bredemeier heute Fazit zog. Ohne die Jugendarbeit fehlt schlichtweg der Nachwuchs, denn Quereinsteiger sind selten gewor­den.

1990 gründete sich eine Frauen­gruppe unter der Leitung von Hei­di Pape, die mittlerweile über 20 Frauen stark ist. Zehn Jahre spä­ter rief Heinrich Nolting eine Al­tersgruppe ins Leben. Räumlich geht es der Wehr nach einem Umbau mit Einweihung im Jahr 2002 gut, doch 14 Monate Bauzeit und 4000 Arbeitsstun­den der Blauröcke stecken in der Jetzigen Unterkunft. Bredemeier nutzte die Gelegenheit des Feu­erwehrjubiläums auch zur Ehrung und Beförderung von verdienten Feuerwehrleuten. 25 Jahre aktiv dabei sind Beate Müller und Steffen Schlosser.

Seit 25 Jahren passiv in der Wehr
ist Bärbel Skoruppa und 50 Jahre
unterstützt Sieghard Ehrlich die
Wehr. Befördert wurde Roman Stasitzek zum Hauptlösch-meister.
Die jugendwehr verkaufte beim
runden Geburtstag Kürbisse und
besserte damit ihre Jugendkasse
auf. Foto: ste

 

 

Deckbergens Feuerwehr feiert Geburtstag / 28 Einsätze in 2006

Deckbergen (who). Die Ortsfeuerwehr Deckhergen wird am 29. September ihren 80. Geburtstag feiern und in Zusammenhang damit die Rintelner Stadtwettbewerbe der Feuerwehren ausrichten. Bei rund 2000 Dienststunden im Jahr 2006, davon 500 bei allein 28 Einsätzen, hat sie bewiesen, wie fit sie trotz ihres Alters ist.

Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier hat die Jahreshauptversammlung seiner Ortsfeuerwehr genutzt, um grundsätzlich auf Sicherheitsaspekte im Einsatzgeschehen

Bärbel Skoruppa

der Feuerwehren hinzuweisen. Beispiel: Moderne Baumaterialien bedingen Probleme, die es früher nicht gegeben hat

So würde heutiges Sicherheitsglas erst sehr spät den Hitzestau bei Bränden bersten und entweichen lassen. Gefährliche Durch-zündungen könnten die Folge sein.

Angesichts heutiger Herausforderungen seien aufwändige Schutzkleidung und Sicherheit-seinrichtungen sowie besondere technische Ausstattung wie das schwere Rettungsgerät für den Einsatz nach Verkehrsunfällen nötig, das die Ortsfeuerwehr im Vorjahr erhalten habe.

Marko Simon und Janine Kretschmar wurden
zum ersten Mal befördert Christoph Wanagautzki (v.l.) rückte auf zum Oberfeuerwehrmann. Fotos: who

Dabei wurde Janine Kretschmar zur Feuerwehrfrau und Marko Simon zum Feuerwehrmann. Christoph Wanagautzki rückte zum Oberfeuerwehrmann auf. Marko Simon durfte sich zum „Feuerwehrmann des Jahres 2006" küren lassen.

Darüber hinaus hatte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz für Bärbel Skoruppa ein besonders Dankeschön-Präsent mitgebracht für ihr Engagement als Brandschutzerziehungs-beauftragte an Kindergärten und Grundschulen, das sie zum Jahreswechsel beendet hatte.

In seinem Grußwort hatte Rintelns Bürgermeister zuvor bei seinem letzten Besuch einer Hauptversammlung deutlich gesagt, „dass ich ein bekennender Anhänger unserer 18 Rintelner Ortsfeuerwehren bin". Dazu kam noch einmal die Darstellung der laufenden jährlichen Aufwendungen der Stadt Rinteln für den Feuerschutz mit einer Gesamtsumme von über einer Million Euro von ihm.

Dass die Feuerwehr auf Selbsthilfe setzt, zeigte Bredemeier anhand der Notfalltaschen, die jetzt für die Atemschutzgeräteträger angeschafft wurden. Inhalt: nützliche Helfer wie eine Schere zum Durchtrennen von Leinen, ein Gurt zum Abschleppen von Verletzten sowie Holzkeile zum Offenhalten von Türen.

Bredemeier weiter: Insgesamt arbeite die Wehr daran, Aspekte der Selbst- und

Kameradenhilfe in die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger einfließen zu lassen. Darüber hinaus sei es „erforderlich, ein stadtweit gültiges Einsatzkonzept zu diesem Thema zu entwickeln".

Da sich Deckbergens Feuerwehr die Ehrungen ihrer Jubilare für die Geburtstagsfeier am 29. September aufspart, gab es zur Hauptversammlung nur drei Beförderungen.

 

Weitere Bilder
(Quelle: UG)

 

Stützpunktwehr ist für Einsätze gut ausgebildet

Kommandospitze einstimmig für weitere sechs Jahre gewählt

DECKBERGEN (ug). Die Jahreshauptversammlung der Stützpunktwehr verlief sehr harmonisch. Bei ausgesprochen fröhlicher Stimmung gab es positive Berichte der Kommandomitglieder und dankbare Redebeiträge von Ehrengästen. Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier beschrieb den regelmäßigen Ausbildungsdienst und die Einsatzübungen für seine 30 Aktiven sowie die 23 Alarmierungen des vergangenen Jahres mit Bränden und Hilfeleistungen, bei denen die Einsätze bei Verkehrsunfällen in mehrfacher Hinsicht die schwierigsten waren. Bei einem PKW-Brand in einer Garage (mit einem Toten) sei die Polizei sehr spät eingetroffen, was wohl auf die misslungene Polizei-Strukturreform zurückzuführen sei.
Bei den Stadtwettbewerben belegte die Deckberger Gruppe "nur" einen Mittelplatz, weil - so der Ortsbrandmeister - dafür nicht extra geübt werde. Wichtiger sei ihm die ständige Weiterbildung, um im Ernstfall bei allen Gefahren topfit zu sein. Deshalb haben im vergangenen Jahr auch neun Aktive an Lehrgängen teilgenommen. Er plädierte auch für die Herrichtung von "Heißübungsobjekten bei der Stadt


Roman Stasitzek wird zum Oberlöschmeister befördert

oder beim Landkreis.
Jugendwart Michael Kampmeier berichtete, dass er mit seinen neun Jungen und Mädchen zusammen mit dem Nachwuchs aus den Nachbardörfern abwechslungsreichen Dienst macht. Frauenwartin Heidi Pape erzählte, dass sie und ihre 29 Kameradinnen viel Spaß bei Zusammenkünften und Ausflügen haben. Heinrich Bredemeier, der Sprecher der Altersabteilung, und die 15 früheren Aktiven treffen sich regelmäßig zu Wanderungen und Besichtigungen.
Stadtrat Jörg Schröder sagte, dass die Deckberger Aktiven mit ihren Eigenleistungen beim Ausbau ihres Fahrzeug- und Gerätehauses in der Stadt Rinteln außerordentliche Maßstäbe gesetzt haben. Ortsbürgermeister Eckhard Hülm betonte, dass die Gefahrenabwehr mit dem Selbstschutz anfängt und merkte kritisch an, dass die vom Land Niedersachsen eingeführte Polizeireform auch für den schnellen Einsatz der Feuerwehren so nachteilig sei, dass sie wieder aufgehoben werden müsste.
Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote, der erstmals nach Deckbergen gekommen war, berichtete von Aktualitäten im Kreisverband und nannte rückblickend das Kreiszeltlager 2005 mit über 1500 Teilnehmern das absolute Highlight der Jugendfeuerwehren. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Friedel Garbe bedankte sich ausdrücklich bei den Familien der Aktiven, ohne deren

Idealismus die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehren nicht funktionieren würde.
Befördert wurden Gruppenführer Roman Stasitzek, der auch als Ausbilder beim Grundlehrgang der Stadtfeuerwehr tätig ist, zum Oberlöschmeister sowie Nicole Wanagautzki zur Oberfeuerwehrfrau.
Christin Ackmann, die im Jahre 2005 die meisten Dienststunden absolviert hat, wurde zur "Feuerwehrfrau des Jahres" ernannt, und Sascha Skoruppa erhielt für 25 Jahre Treue zur Wehr ein Präsent.
Bei den für Neuwahlen anstehenden Positionen erhielten alle Amtsinhaber wieder das Vertrauen der Versammlung: Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier, sein Stellvertreter Hendrick Pape, Atemschutzbeauftragter Stefan Stemme, Gerätewart Gerhard Müller und Schriftführerin Bärbel Skoruppa.
Bevor der Abend bei einem Essen gemütlich ausklang, wies der Ortsbrandmeister auf das gerade fertiggestellte farbige Faltblatt hin, das in gut gelungener Weise die Struktur und die Aktivitäten der Ortswehr beschreibt (und auch eine Eintrittserkläung enthält!). Foto: ug


"Feuerwehrfrau des Jahres" Christin Ackmann


Ralf Bredemeier und Hendrik Pape sind weiterhin an der
Kommandospitze der Stützpunktfeuerwehr

 

 


Heinz Stemme (links) ist seit 50 Jahren und Heinz-Rudi Skoruppa
seit 40 Jahren aktiv

Feuerwehr kommt an Leistungsgrenze

Roman Stasitzek zum Löschmeister befördert.

Deckbergen (ug). Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, die als Stützpunktwehr besonders gefordert ist, zeigte Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier auf, dass die Aktiven bei schlimmen Verkehrsunfällen manchmal nicht nur seelisch schwer strapaziert werden, sondern neuerdings auch an die Grenzen ihrer technischen Leistungsfähigkeit gelangen. Wegen hochwertiger neuer Werkstoffe an PKW-Karosserien werden modernere Bergungsgeräte mit höheren Spreiz- und Schneidleistungen erforderlich, um eingeklemmte Personen aus einem Unfall-Fahrzeug befreien zu können. Neben der besseren Ausrüstung, die er bereits beantragt habe, sei wegen des ständigen Fortschrittes der Technik auch eine intensivere Ausbildung notwendig: "Ich erwarte davon eine erhebliche Qualifikationssteigerung der Aktiven!" betonte Ralf Bredemeier. In Anerkennung dieser Tatsachen sei in Rinteln unter Leitung des Stadtbrandmeisters ein "Arbeitskreis Einsatz" gebildet worden, der sich mit Details befasst.

 

Zu den konkreten Ernstfällen des vergangenen Jahres übergehend, berichtete der Ortsbrandmeister von 25 Eins„tzen, von denen fast zwei Drittel sogenannte technische Hilfeleistungen (Verkehrsunfälle usw.) waren, während bei den Feuer-Alarmierungen auch ein Einsatz bei einem Wohnhaus-Großbrand in Uchtdorf notwendig wurde. Dazu kamen für die derzeit 34 Aktiven zwei Großübungen in Deckbergen und Schaumburg sowie mehrere Teilnahmen an weiteren Übungen.


Der neue Jugendwart Michael Kampmeier


Der stellvertretende Ortsbrandmeister
Hendrik Pape erhält das Silberne Ehrenzeichen

Nach zehnjähriger Leitung der Jugendwehr hat Gerd Mohwinkel, der auch stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart ist, wurde mit herzlichen Dankesworten, einem T-Shirt und einer Foto-Collage verabschiedet. Er übergab sein Amt an den "Feuerwehrmann des Jahres 2004" Michael Kampmeier; Stellvertreterin wurde Christin Ackmann. Die Ausbildung der 14 Jungen und Mädchen erfolgt in Kooperation mit den benachbarten Jugendwehren von Westendorf und Schaumburg.

Eine weitere wichtige Personalie gab es durch Roman Stasitzek, der die Funktion des Gruppenführers von Lutz Wanagautzki übernommen hat und nach erfolgreicher Absolvierung des entsprechenden Lehrgangs zum Löschmeister befördert wurde.

Drei alteingessene und altgediente Deckberger Feuerwehrmänner erhielten besondere Auszeichnungen: Heinz Stemme, der u.a. über 30 Jahre als Schriftführer fungierte, ist seit 50 Jahren aktiv, Heinz-Rudi Skoruppa, der Ortsbrandmeister von Deckbergen, Stadtbrandmeister von Rinteln, Keisbereitschaftsfürer und Abschnittsleiter Süd war, ist seit 40 Jahren aktiv, und der stellvertretende Ortsbrandmeister Hendrik Pape ist seit 25 Jahren aktiv. Sie erhielten die Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes und Urkunden.

Foto: ug

 

 

Moderne Karosserie stellt Feuerwehr vor Probleme

Deckbergen sieht dringenden Bedarf für neues Rettungsgerät

110 Jahre Feuerwehr

Feuerwehr-Generationen: Heinz Stemme (v. l.) ist über 50 Jahre dabei,
Heinz Rudi Skoruppa über 40 Jahre und Hendrik Pape seit mehr als 25 Jahren

Deckbergen (who). Dringenden Nachrüstungsbedarf hat die Stützpunktfeuerwehr Deckbergen beim Rettungsgerät für die Bergung von Verkehrsunfallopfern. Das hat Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier bei der Hauptversammlung festgestellt.

Deutlich geworden sei dieser Bedarf nach Unfällen moderner Pkw im Stadtgebiet, als bislang eingesetztes Gerät an widerstandsfähigen Karosseriebauteilen gescheitert sei. Heutige Hydraulikgeräte müssten eine Spreizleistung von bis zu 60 Tonnen sowie eine Schneidleistung von bis zu 30 Tonnen erbringen.

Zwar habe der Arbeitsaufwand mit 25 Einsätzen 2004 die Marke von 38 im Jahr 2003 unterschritten, so Bredemeier, entscheidend sei aber zunehmend die Fähigkeit, "die geforderte Leistung schnell, zielgerichtet und konsequent erbringen zu können". Ein anderer Aspekt sei die psychische Belastung für die Einsatzkräfte, erklärte der Ortsbrandmeister. Nach einem schweren Unfall mit zwei Verkehrstoten an der Grafensteinerhöh im vergangenen Jahr, "bin ich kurz davor gewesen, die Notfallseelsorge einzuschalten".

Eine wesentliche Veränderung vollzog sich an der Spitze der Jugendfeuerwehr Deckbergen. Nach zehn Jahren hat Gerd Mohwinkel sein Amt als Jugendwart abgegeben. Als Nachfolger wurde Michael Kampmeier eingesetzt, der sich auf Grund seiner hohen Dienstbeteiligung den Titel "Feuerwehrmann des Jahres" geholt hatte. Neue Stellvertreterin wurde Christin Ackmann. Für den Dienstbetrieb hat die Jugendfeuerwehr mit zurzeit 14 Jungen und Mädchen eine Kooperation mit den Nachwuchsgruppen aus Westendorf und Schaumburg gebildet.

Roman Stasitzek tritt als neuer Gruppenführer an die Stelle von Lutz Wanagautzki. Zusätzlich durfte sich Stasitzek vom stellvertretenden Stadtbrandmeister Uwe Vogt zum Löschmeister befördern lassen. Thomas Jentsch als einer der seltenen Seiten-Einsteiger wurde zum Feuerwehrmann-Anwärter ernannt.

Der stellvertretende Brandschutzabschnittsleiter Süd, Dirk Hahne, zeichnete den stellvertretenden Ortsbrandmeister Hendrik Pape für 25 Dienstjahre aus, den früheren Ortsbrandmeister und amtierenden Abschnittsleiter Süd, Heinz-Rudi Skoruppa, für 40 Jahre und Heinz Stemme für 50-jährige Mitgliedschaft.

Die Ortsfeuerwehr Deckbergen hat zurzeit 223 Mitglieder. Insgesamt sind im Jahr 2004 rund 2250 Dienststunden geleistet worden.

© Schaumburger Zeitung, 02.03.2005

 

 

Prominenz gratuliert zu 35 Jahren Jugendfeuerwehr

Den zweiteiligen Jubiläums-Wettbewerb gewinnt Ahe-Kohlenstädt

DECKBERGEN (ug). Aus Anlass des 35-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr hatten Jugendleiter Gerd Mohwinkel und seine 16 Mitglieder einen interessanten Wettbewerb für die Rintelner Jugendwehren ausgeschrieben. Bei schönem spätsommerlichem Wetter gab es auf dem Deckberger Sportplatz einen spannenden zweiteiligen Wettkampf.
Zunächst mussten die jeweils neunköpfigen Gruppen einen kompletten "Löschangriff" nach dem A-Teil des Bundeswettbewerbs (als Trockenübung) absolvieren, bei dem ein Bach, eine Leiterwand, ein Kriechtunnel und eine Hürde zu bewältigen waren, bevor die drei C-Rohre eingesetzt werden konnten und noch vier Knoten (Zimmermannstich, Kreuzknoten, Mastwurf und Schotenstich) zu binden waren.
Der zweite Wettbewerbsteil bestand aus einer "Spielestraße" mit einer Kleiderkette, einer Spritzwand, dem Zusammenbau von wasserführenden Armaturen und einem Hindernisparcours mit Ballwurf. Zudem war von den Betreuern ein Fragenkatalog zu beantworten.
Das Schiedsgericht aus Rodenberg und dem Auetal unter Leitung von Bernd Isensee aus Soldorf überwachte alles und zählte die Punkte zusammen.
Parallel zu den Wettbewerben war auf dem Schulhof für die Jugendlichen und für die Zuschauer eine Fahrzeug- und Geräteschau zu sehen. Am meisten Interesse gab es natürlich für die 25 Meter-Drehleiter der Rintelner Feuerwehr. Aus luftiger Höhe hatte man einen tollen Rundblick.
Zur Würdigung des Jubiläums der Deckberger Jugendwehr im Rahmen der Siegerehrung richteten Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, Ortsbürgermeister Eckhard Hülm, Kreisjugendwart Frank Lohmann, Stadtbrandmeister Helmut Meier und der stellvertretende Stadtjugendwart Daniel Jakschik Worte des Dankes an die Betreuer. Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier gedachte dabei des verstorbenen Gründers der Deckberger Jugendwehr und langjährigen Ortsbrandmeisters Heinrich Nolting, der sich auch um die Organisation von Jugendzeltlagern verdient gemacht hat.
Jede teilnehmende Gruppe erhielt neben einer Urkunde einen Pokal und einen Beutel mit Knabbereien. Den Siegerpokal holten sich die Jugendlichen aus Ahe-Kohlenstädt; auf den nächsten Plätzen landeten die Jugendwehren aus Exten, Möllenbeck, Wennenkamp, Rinteln, Engern-Westendorf, Uchtdorf, Steinbergen und Strücken. Foto: ug




Jeder Handgriff muss sitzen; hier ist die Gruppe Engern-Westendorf mitten im Wettbewerb




Die siegreiche Gruppe Ahe-Kohlenstädt mit dem Deckberger Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier

 

 

Gelungene Erprobung technischer Geräte bei Feuerwehrübung
Erstmals wird die neue "Wasserwand" eingesetzt / Überdrucklüfter hilft bei Menschenrettung

Schaumburg (ug). Am schönen Sommerabend, wenn andere Menschen nach des Tages Last ihren Feierabend genießen, ertönen die Sirenen und rufen die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren Schaumburg und Deckbergen zu ihren Gerätehäusern. Hier erfahren die Männer und Frauen, dass es sich gottlob nicht um einen Ernstfall, sondern "nur" um eine Übung handelt. Doch das mindert nicht die Einsatzbereitschaft. Alle wissen, wie wichtig solche Übungen sind, denn hierbei wird das in vielen theoretischen und praktischen Ausbildungsstunden Erlernte an einem ausgewählten Objekt erprobt. Diesmal hatte dankenswerterweise ein Hausbesitzer in der Siedlung "Lange Breite" seinen Neubau für die Übung zur Verfügung gestellt. Die vom Deckberger Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier ausgearbeitete "Übungslage" sah vor, dass in einem Wohnhaus ein Feuer ausgebrochen war. Nachbarn hatten gesehen, dass starker Qualm aus dem Gebäude aufstieg und außerdem gehört, dass Hilferufe aus dem Keller drangen und daraufhin die Einsatzzentrale (112) alarmiert. Die Schaumburger Wehr mit Ortsbrandmeister Heiner Bredemeier war schnell zur Stelle und begann mit der Brandbekämpfung. Nur wenige Minuten später trafen die Aktiven der benachbarten Stützpunktwehr Deckbergen ein. Da die Verqualmung der Kellerräume, in dem zwei Personen

eingeschlossen waren, sehr stark war, wurde der Einsatz des "Überdrucklüfters" angeordnet. Dieser bewirkt eine schnelle Verringerung des Qualms, so dass die inzwischen einsatzbereiten Atemgeräteschutztrupps sich besser in den Räumen zurechtfinden konnten. Die "Verletzten" wurden geborgen, aus dem Gebäude gebracht und erhielten die erlernte Erste Hilfe- Versorgung. Da sich das angenommene Feuer ausbreitete, mussten weitere Schlauchleitungen an insgesamt drei Hydranten angeschlossen werden. Das dicht neben dem brennenden Haus stehende Nachbargebäude wurde durch eine "Wasserwand" geschützt, damit die Flammen nicht Übergreifen konnten. Dieses neue Gerät, das eine Wand von rund sechs Metern Höhe und eine Breite von zwölf Metern errichtet, wurde erstmals erprobt und bestand im wahrsten Sinne des Wortes seine Feuertaufe. Insgesamt waren bei der Übung, die von etlichen Anwohnern der Siedlung interessiert beobachtet wurde, vier Fahrzeuge und 40 Aktive eingesetzt. Bei der anschließenden Manöverkritik spendeten die beiden Ortsbrandmeister den aktiven Frauen und Männern Anerkennung für das gute Zusammenwirken und die Beherrschung der Geräte.

Foto: ug




Wichtig vor dem Einsatz der Rettungstrupps ist das Überprüfen aller Funktionen der Atemschutzgeräte




Der erstmals erprobte Einsatz der neuen "Wasserwand" verläuft zur vollen Zufriedenheit



Hier wird die ordnungsgemäße Abmeldung und
Zurückmeldung der Rettungstrupps registriert

 

Großeinsatz bei Waldbrand-Übung

DECKBERGEN (ug). Bei der Schlussbesprechung der Alarmübung auf dem Parkplatz am Inselhaus bedankte sich Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier bei den Aktiven für ihren Einsatz nach Feierabend. Er teilte ihnen mit, dass es einen sehr ernsten Hintergrund für den Übungsablauf gebe, denn im vergangenen Sommer, in dem nach über sechswöchiger Gluthitze ständig in den Zeitungen und im Fernsehen vor der Waldbrandgefahr gewarnt worden war, hatten spielende Jungen in einem Fichtenwald oberhalb der Siedlung Bulte ein Lagerfeuer entfacht. Nur dem Zufall, dass ein Einwohner bei einem Spaziergang den Qualm und beim Näherkomen die hochlodernen Flammen entdeckte und sofort das Feuer erstickte, sei es zu verdanken, dass es zu keiner Katastrophe gekommen war.

Die Übungslage sah vor, dass durch ein schnell um sich greifendes Feuer im Wald nahe gelegene Wohnhäuser und ein Blockhaus bedroht waren. Nach der Alarmordnung für diesen Bereich rückten die Stützpunktwehr Deckbergen und die Ortswehr Steinbergen zur Brandbekämpfung aus. Da es in unmittelbarer Waldnähe keine Hydranten gibt, mussten die Aktiven zwei Schlauchleitungen von der Straße Auf der Bulte und vom Inselhaus verlegen, was aufgrund der guten Ausbildung der Kameraden schnell gelang. Schon nach wenigen Minuten hieß es "Wasser marsch!" Einsatzleiter Ralf Bredemeier alarmierte wegen der rasanten Ausbreitung des Waldbrandes zusätzlich die Ortswehren Westendorf, Ahe und Engern, die von einem anderen, weit entfernten Hydranten in der Osterburgstraße über die Straße Auf der Bulte und Tannenstiege eine Schlauchleitung verlegten und aus mehreren Rohren in die Flammen hielten.

Als Offizieller war Rintelns Stadtbrandmeister Helmut Meier am Übungsort. Mit Interesse beobachteten Ortsbürgermeister Eckhard Hülm und etliche in der Nähe wohnende Einwohner die Feuerwehrleute.

Insgesamt waren über sechzig Kameradinnen und Kameraden mit acht Fahrzeugen im Einsatz, die über tausend Meter B- und C-Schlauchleitungen verlegten und den Waldbrand aus elf Rohren bekämpften. Als Zwischenpumpen waren Tanklöschfahrzeuge eingesetzt. Wegen angenommener Qualmentwicklungen hatten mehrere Trupps ihre Atemschutzgeräte angelegt.

Von den Rintelner Stadtwerken waren der Technische Leiter Thomas Sewald, die Wassermeister Reinhold Kölling und Axel Reineking und der für die elektronische Steuerung zuständige Fachmann Sven Schaper anwesend, die während der Übung die Druckverhältnisse beobachteten. Sie waren ebenso wie der Einsatzleiter und die Chefs der Ortsfeuerwehren grundsätzlich mit dem Wasserdruck zufrieden, der aufgrund der Fertigstellung des neuen Hochbehälters wesentlich besser als vorher war. Eine weitere Verbesserung wollen die Stadtwerke durch den Einbau einer Saugleitung zur Direktabnahme aus dem Hochbehälter vornehmen. Das bringe, so Thomas Sewald, bei den großen Höhenunterschieden in Verbindung mit zusätzlichen Zwischenpumpen noch mehr Kapazität, die gerade wegen des hohen Wasserbedarfs bei Waldbränden und hier besonders bei den großen Höhenunterschieden von Vorteil ist. Foto: ug

(Bericht: Schaumburger Wochenblatt, 23.06.2004)

 

 

 

Ralf Bredemeier: „Auch kleine Ortsfeuerwehren unverzichtbar“

Schaumburg, Deckbergen, Westendorf, Engern und Ahe üben gemeinsam

Deckbergen (who). Fünf Feuerwehren haben sich an einer Großübung im Deckberger Gewerbe- gebiet beteiligt. Angenommene Lage: Feuer in der Kleiderbügelfabrik.

Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier und die Leiter der benachbarten Ortsfeuerwehren hatten ihre Einsatzkräfte zum gemeinsamen Trainings- einsatz in der Kleiderbügel- fabrik Waltemathe im Gewerbegebiet zusammen- gezogen.
Die Ausgangssituation: Im Produktionsbereich der Fabrik war ein Feuer ausgebrochen. Die Stützpunktfeuerwehr rief nach erster Sichtung der Lage Verstärkung herbei. „Zu gefährlich“, so Ralf Bredemeier, das Risiko sei auf Grund des gelagerten Holzes und der Fässer mit leicht brennbaren Stoffen einfach zu hoch, zudem ließen starke Windböen das Übergreifen der Flammen auf Nachbarfirmen befürchten.
Deshalb alarmierte Bredemeier die Ortsfeuer- wehren Ahe, Engern, Westendorf und Schaumburg.

Da ein Mitarbeiter der Kleiderbügelfabrik als vermisst gemeldet worden war, kamen unverzüglich sechs Atemschutzgeräteträger zum Einsatz in Zweier-Teams. Die Suchtrupps fanden den Vermissten und übergaben ihn der Besatzung eines Rettungswagens.

Mit 500 Metern Schlauchleitung und Wasser aus drei Hydranten, dazu acht Leuten an den Strahlrohren gelang schließlich die Eindämmung des imaginären Feuers. Insgesamt waren 65 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen sowie dem Gerätewagen der Schwerpunktfeuerwehr Rinteln an der

rund 90-minütigen Großübung beteiligt. Einsatzleiter Ralf Bredemeier zog am Ende zufrieden Bilanz: „Das Zusammenspiel der Feuerwehren hat sich hervorragend bewährt, womit sich wiederum gezeigt hat, dass auch die kleineren Ortsfeuerwehren unverzichtbar sind!“

65 Feuerwehrleute nahmen an der Großübung in der Kleiderbügelfabrik teil. Foto: who

Quelle: SZ vom 25.11.2003

 

Schaumburger Zeitung vom 28.05.03

 

 

 

Freitag, 25. April 2003

Frau stirbt nach Frontal-Crash auf der B 83

Lkw schleuderte in den Gegenverkehr

Hessisch Oldendorf (tis). Dramatischer Verkehrsunfall gestern um 17.05 Uhr auf der B 83 kurz vor der Kreisgrenze zu Schaumburg. Dabei wurde eine 46-jährige Frau aus Holtensen tödlich verletzt. Sechs weitere Personen trugen zum Teil schwere Verletzungen davon.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei Hessisch Oldendorf war zum Ende der Ausbaustrecke der neuen B 83 im bereits zweispurigen Bereich in einer Linkskurve ein 7,5-Tonner samt Anhänger einer Gerüstbaufirma auf die Gegenfahrbahn geraten, weil er falsch beladen war. Am Steuer saß ein 32-jähriger Rintelner. Das Fahrzeug stieß erst mit einem entgegen kommenden Klein-Lkw einer Hessisch Oldendorfer Fliesen-Firma zusammen. Hier wurde der Fahrer im Wrack eingeklemmt und schließlich von den Feuerwehren Deckbergen und Schaumburg befreit. Im Fliesen-Lkw saß noch ein Kind, es wurde leicht verletzt. Der Fahrer wurde schwer verletzt.

Doch es kam noch schlimmer: Der 7,5-Tonner kam laut Polizei erst wieder auf seine Fahrbahn zurück, geriet nach 50 Metern aber erneut auf die Gegenfahrbahn und rammte einen VW Golf Kombi, bevor er nach weiteren 20 Metern die Leitplanke durchbrach und kopfüber auf einem Acker landete. Der Lkw-Fahrer wurde schwer verletzt. In dem Golf trug die 46-Jährige Holtenserin - sie saß hinten links - so schwere Verletzungen davon, dass sie noch am' Unfallort verstarb. Ihr Ehemann (41) am Steuer und ein weiteres Ehepaar trugen schwere Verletzungen davon.

Der Unfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Neben den beiden Feuerwehren waren Rettungshubschrauber Christoph 4 aus Hannover, vier Notärzte aus Rinteln und Hameln sowie sechs Rettungswagen eingesetzt worden. Später rückte noch die Unfallforschung Hannover mit drei Fahrzeugen zur Unfallaufnahme an. Die B 83 war rund fünf Stunden voll gesperrt.















Quelle: SZ

 

Sonnabend, 26. April 2003

Kontrolle über Lkw verloren

Falsches Beladen und zu hohe Geschwindigkeit Ursache für Unfall

Hessisch Oldendorf (tis). Für die Polizei steht fest: Unfallursache des schweren Verkehrs-Unfalls auf der B 83 am Donnerstagabend mit einer Toten, drei Schwer- und vier Leichtverletzten war ein falsch beladener Klein-Lkw mit Anhänger einer Rintelner Gerüstbaufirma. Am Steuer saß ein Rintelner (32), der zudem zu schnell unterwegs war.

Bis 0.30 Uhr war die B 83 wegen einer genauen Unfallaufnahme durch Polizeibeamten aus Hes­sisch Oldendorf und Hameln sowie einem Team der Unfallforschung von der Medizinischen Hochschule Hannover voll gesperrt. Als gegen 23 Uhr die Unfallstelle geräumt war, reparierten Mitarbeiter der Straßenmeisterei noch die beschädigten Leitplanken. „Mein Dank geht in diesem Zusammenhang an die Fleischerei Schulte aus Zersen, die die Einsatzkräfte in den Nachtstunden mit einem Essen und warmen Getränken kostenlos versorgt hat", erklärt Wilfried Ludwig, Leiter des Polizeikommissariats Hessisch Oldendorf.

Für die Polizei steht fest, dass der Klein-Lkw mit Anhänger falsch beladen war. „Die Zugmaschine war leer und auf dem An­hänger waren alle schweren Teil im hintern Bereich verstaut. Außerdem war der Lkw statt der vorgeschriebenen 60 Stundenkilometern laut Fahrtenschreiber mit 90 Stundenkilometern unterwegs", berichtet der Polizeihauptkommissar. Die ungleiche Gewichtsverteilung und die zu hohe Geschwindigkeit führten dazu, dass das Gespann in einer langgezogenen, bergabführenden Linkskurve außer Kontrolle geriet.

Wilfried Ludwig: „Der Klein-Lkw geriet mindesten zwei Meter auf die Gegenfahrbahn und rammte zunächst einen 7,5-Tonner an dessen Fahrerseite." Der Fahrer, ein Hessisch Oldendorf (39), wurde eingeklemmt und schwer verletzt. Neben ihm saßen seine Frau (34) und sein Kind (5), die beide leicht verletzt wurden.

Der unfallverursachende Lkw kam zwar auf seine Fahrbahn zurück, aber der Anhänger war nicht mehr zu kontrollieren. Das Gespann geriet nach 50 Metern erneut auf die Gegenfahrbahn und riss dort die gesamte Fahrerseite eines entgegenkommenden VW Golfs auf. In dem Pkw starb eine hinten links sitzende Hol-tenserin (46). Ihr Mann (42) auf dem Fahrersitz trug schwere Verletzungen davon. Ein weiteres Ehepaar, 44 und 49 Jahre alt, aus Heiningen (Kreis Göppingen), wurde leichter verletzt.

„Der außer Kontrolle geratene Anhänger muss dann den Klein-Lkw regelrecht überholt und mitgerissen haben", sagt der Polizeihauptkommissar. Die Zugmaschine durchbrach die Leitplanke und landete auf dem Dach auf einem Acker. Der Anhänger blieb auf der Planke hängen. Auch der Rintelner am Steuer des Lasters trug schwere Verletzungen davon.





Quelle: SZ

 

Gute Personalsituation bei der Stützpunktwehr

38 Einsätze in 2003 / Keine Nachwuchsprobleme - 24 Jugendliche mit vielen Aktivitäten

Die geehrten langjährigen Aktiven Stefan Stemme (vorn von rechts) und Horst Marxmeier
mit Horst Requardt und Rainer Kuhlmann (hinten)

DECKBERGEN (ug). Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr konnte Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier fast 60 Mitglieder begrüßen. Die beiden Ehrenbrandmeister Karl Büthe und Heini Nolting konnten aus Krankheitsgründen leider nicht teilnehmen. Als Gäste überbrachten der stellvertretende Rintelner Bürgermeister Horst Requardt, Ortsbürgermeister Eckhard Hülm, der stellvertretende Kreisbrandmeister Rainer Kuhlmann und Rintelns Stadtbrandmeister Helmut Meier Gruábotschaften und berichteten Wissenswertes aus ihren Ressorts. Als besonders wichtig wurde von allen Rednern betont, dass im Raum Rinteln die Zahl der Ortswehren bestehen bleibt.
Die Jahresberichte von Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier, Gruppenführer Lutz Wanagautzki, Jugendfeuerwehrwart Gerd Mohwinkel und Frauengruppenleiterin Heidi Pape zeigten ein vielfältiges Bild sowohl von den Einsätzen bei Alarmierungen als auch vom gesellschaftlichen Leben und Treiben. 36 Aktive sind der Kern der Stützpunktwehr, die im vergangenen Jahr 38 Mal alarmiert wurde, um bei 18 Bränden (darunter drei Großfeuer sowie ein Wohnungsbrand mit Menschenrettung) ihre gute Ausbildung beweisen zu können. Unter den Hilfeleistungen waren auch zwei dramatische Einsätze, als bei Verkehrsunfällen zwei Fahrer nur tot aus ihren Fahrzeugen geborgen werden konnten. Drei Alarmübungen in Rinteln, Steinbergen und Deckbergen sowie fünf weitere šbungen im Rahmen der Kreisbereitschaft Süd trugen neben den regelmäßigen Ausbildungsdiensten zu einer Erhöhung der Schlagkraft der Wehr bei. In diese Rubrik gehören auch die Teilnahme an den Stadt- und Kreiswettbewerben

sowie Fortbildungslehrgänge beim Kreis und in der Landesfeuerwehrschule, die von elf Kameraden absolviert wurden. Bei den Einsätzen war es den Aktiven eine große Hilfe, dass das Kommando aus eigenen Mitteln neueste leistungsfähige Geräte beschafft hatte.
Unter den 24 Mitgliedern der Jugendwehr haben 18 Mädchen das Übergewicht. Die Sprecher sind Bianca Lodorf und Cedrik Skoruppa. Alle Jugendlichen hatten viel Spaß bei der feuerwehrtechnischen Ausbildung, bei sportlichen Aktivitäten und Orientierungsmärschen, beim Schießen und Bowling usw., aber auch bei Wettbewerben und beim Zeltlager. An Klaus-Henning Dorn, Jenifer Gotta, Nicole Kretschmar und Christoph Wanagautzki, die sich in besonderer Weise in der Jugendfeuerwehr hervorgetan haben, konnte Gerd Mohwinkel in seiner Eigenschaft als stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart das Abzeichen der Jugendfeuerwehr überreichen. In diesem Jahr wird das 35-jährige Bestehen der Jugendwehr gebührend gefeiert. Näheres werden wir rechtzeitig bekanntgeben.

Bei den Personalsachen gab es eine Beförderung für Lutz Wanagautzki zum Löschmeister, Ehrungen für Horst Marxmeier (50 Jahre aktiv), Stefan Stemme (25 Jahre aktiv) und Christoph Wanagautzki (Feuerwehrmann des Jahres) sowie ein Präsent für Bärbel Skoruppa, die altersbedingt aus dem aktiven Dienst ausgeschieden ist. Markus Olthof wurde beim einzigen Wahlakt des Abends als Sicherheitsbeauftragter in seinem Amt bestätigt.
Anschließend blieben die Versammlungsteilnehmer bei einem von der Frauengruppe vorbereiteten rustikalen Imbiss noch gemütlich beisammen. Ein herzliches Dankeschön ging an Sportfreunde des SC Deckbergen-Schaumburg, die den Thekendienst übernommen hatten. Foto: ug

Jugendwart Gerd Mohwinkel (von rechts) mit Nicole Kretschmar
und Jenifer Gotta (vorn) sowie Christoph Wanagautzki und Klaus-
Henning Dorn (hinten)


Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier mit Bärbel Skoruppa

Stadtbrandmeister Helmut Meier (rechts) mit Löschmeister Lutz Wanagautzki

Stellv.Ortsbrandmeister Hendrik Pape mit Christoph Wanagautzki

 

B83: Audi prallt gegen Kleinlaster

Steinbergen (tol). Drei Personen wurden Freitag Abend gegen 18 Uhr auf der Bundesstraße 83 bei einem Zusammenstoß zweier Fahrzeuge leicht verletzt. In der langgezogenen Rechtskurve unterhalb der Autobahnbrücke geriet ein 41-jähriger Hamelner mit seinem Audi über die Mittelleitlinie. Hier stieß sein Wagen gegen einen entgegenkommenden Kleinlaster eines Tiefkühl-Heimservices.

Da staunten die Rettungskräfte: Der Audi war äußerlich total demoliert, die Feuerwehr musste beim Öffnen der Türen helfen, aber der Fahrer hatte nur leichte Verletzungen erlitten. Foto: tol

 

Durch den starken Aufprall schleuderten beide Fahrzeuge auf regennasser Fahrbahn um die eigene Achse. Der Kleinlaster kippte auf die Seite. Die Limousine prallte noch gegen eine Schutzplanke. Den eingeklemmten Fahrer befreiten Feuerwehrleute aus Deckbergen, Steinbergen und Luhden. Anschließend mussten die Helfer noch auslaufende Kraftstoffe abbinden. Die B83 war für Rettungs- und Aufräumarbeiten voll gesperrt.

   

Quelle: Schaumburger Zeitung, 28.10.2002

Mit Wassereimern und Spritze fing 1927 alles an

Deckbergen (la). Mit einem kleinen Festakt im Rahmen des Dorfgemeinschaftsfestes feierte die Freiwillige Feuerwehr Deckbergen jetzt ihr 75-jähriges Bestehen. Trotz des arbeitsreichen Wochenendes nach dem Unwetter am Sonnabendabend konnte Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier im Festzelt Abordnungen fast aller Feuerwehren aus dem Rintelner Stadtgebiet willkommen heißen.

Geehrt und befördert: Henrik Pape, Walter Kunze und Bärbel Skoruppa (vorne, v.l.), mit Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier, Stadtbrandmeister Helmut Meier und Kreisbrandmeister Walter Scheller (hinten, v.l.). Foto: la

Besondere Grüße galten den Spitzen-Repräsentanten, darunter Kreisbrandmeister Walter Scheller, Stadtbrandmeister Helmut Meier und Rainer Kuhlmann als Abschnittsleiter Süd. In seiner Festansprache ließ Ralf Bredemeier die wechselvolle 75-jährige Geschichte der Deckberger Feuerwehr Revue passieren. Für drei Blauröcke gab es im Rahmen der Feierlichkeiten besonderen Grund zur Freude: Walter Kunze wurde für seine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, Bärbel Skoruppa zur Ersten Feuerwehrfrau befördert. Einen rauf rutschte auch Hendrik Pape, der sich, seinem Rang als stellvertretender Ortsbrandmeister gemäß, ab sofort auch Brandmeister nennen darf. Übrigens: Die Freiwillige Feuerwehr Deckbergen wurde am 1. Juni 1927 gegründet, jedoch reichen die Wurzeln des Feuerwehrwesens wesentlich weiter zurück. Bereits am 13. November 1875 wurde die Feuerwehr auf Grund einer neuen Vorschrift zur Regelung des Feuerlöschwesens gebildet. Die Vorschrift verpflichtete Städte und Gemeinden, Feuerwehren einzurichten. Weil, ebenso wie heute, auch in der Gründerzeit die Mittel knapp waren, wurde Deckbergen als Kirchspiel Sitz des Feuerwehrbezirks und Standort einer Saug- und Druckspritze. Neben den direkt benachbarten Orten gehörten auch die Gemeinden Engern und Todenmann sowie der Neelhof zu dem damaligen Bereich. 55 von insgesamt 400 Bürgern der Gemeinde waren bei der Feuerwehr aktiv. Die Gerätschaft bestand aus der vierspännigen Spritze, zwei Leitern, zwei Einreißhaken und 35 Wassereimern.

© Schaumburger Zeitung, 31.08.2002

Donnerstag, 11. Juli 2002

Geländewagen hängt in Böschung fest

Holländer auf Abwegen / Nächtliche Bergungsaktion im Schaumburger Wald

Schaumburg (tol). Nächtliche Schwerstarbeit leisteten die Feuerwehren aus Schaumburg und Deckbergen sowie die Besatzung des Rüstwagens aus Rinteln. Auf dem Rundweg zur Schaumburg war ein Geländewagen die Böschung hinab gerutscht.

Nach den ersten Ermittlungen der Polizei hat sich der Unfall wie folgt abgespielt: Ein Pärchen, ein 27-Jähriger und eine 25-Jährige aus den Niederlanden, ist mit seinem Geländewagen unterwegs in Norddeutschland. Sie waren im Harz und wollten auf der Rückfahrt noch einen Abstecher zur Schaumburg machen. Dass sie sich nach den falschen Schildern orientieren, bemerkten die beiden Touristen viel zu spät.
Von der Straße lenkten sie ihren schwarzen Toyota auf den Rundweg zur Schaumburg. Dass dieser eigentlich nur für Wanderer, also Fußgänger, gedacht ist, hätte das Paar aufgrund der Wegbeschaffenheit eigentlich merken müssen, meinte später die Polizei. Der bewachsene Waldweg wird schließlich am Ende immer schmaler, und nach weniger als einem Kilometer macht ein Zaun die Weiterfahrt unmöglich.
Statt die gleiche Strecke rückwärts zurück zu fahren, ent-schloss sich der 27-jährige Holländer, sein tonnenschweres Gefährt auf dem Weg zu wenden,

Nächtliches Pech: Dieser holländische Geländewagen rutschte die Böschung hinab Foto: tol

der kaum breiter ist als sein Fahrzeug. Erschwerend kam hinzu, dass die Reifen des Geländewagens nur ein normales Straßenprofil haben. Wie der Mann es dann doch geschafft hat, bleibt selbst den Feuerwehrleuten eine Rätsel.
Dann passierte es doch: Der Wagen rutschte die Böschung hinab. Wieder hatten die Niederländer Glück: Das Fahrzeug blieb

auf der schiefen Ebene stehen, ohne sich zu überschlagen. In Panik wagten die beiden Insassen zunächst gar nicht auszusteigen.
Dann alarmierten sie Anwohner, die halfen, mit Seilen das Fahrzeug gegen weiteres Abrutschen zu sichern. Um 23 Uhr waren die ersten Feuerwehrleute zur Stelle, trugen zunächst ein Notstromaggregat und Schein

werfer auf den Weg. Dann wurde der Geländewagen mit Drahtseilen gesichert, bis der Rüstwagen aus Rinteln mit Spezialwerkzeug eintraf.
Mit der Seilwinde eines Unimogs und zwei Feuerwehrfahrzeugen wurde der Havarist schließlich eine Dreiviertelstunde nach Mitternacht die Böschung hoch zurück auf den Weg gezogen.

 

Jubel bei den Krankenhägern: Den Meistertitel verteidigt

Deckbergen (la). Der Ortsfeuerwehr Krankenhagen ist es jetzt gelungen, den Stadtmeistertitel zu verteidigen.

Gruppenführerin Tina Meier konnte nach spannenden Wettkämpfen den Besitzpokal aus den Händen von Stadtbrandmeister Helmut Meier und den Wanderpokal der Stadt Rinteln aus den Händen des stellvertretenden Bürgermeisters Karl Lange entgegen nehmen. Dabei jubelten nicht nur ihre Feuerwehrkameraden, sondern auch ihre Cheerleadergruppe. 15 der 18 Rintelner Ortswehren waren bei den Stadtmeisterschaften in Deckbergen angetreten. Das Wertungsgericht unter der Leitung von Rudolf Leers kam aus den Samtgemeinden Nienstädt und Eilsen und wurde von allen Blauröcken als besonders fair gelobt. Neun Feuerwehrkameraden gehörten zu jeder Gruppe und um jeden Zehntelpunkt wurde hart gekämpft.

Strahlende Gesichter: Die Ortswehr Krankenhagen konnte ihren Titel als Stadtmeister verteidigen.

Foto: la

Zehn Pokale wurden schließlich von Stadtbrandmeister Helmut Meier überreicht. Mit 435,08 Punkten lagen die Brandbekämpfer aus Krankenhagen ganz vorn. Platz zwei ging mit 428,20 Punkten an die Ortswehr Goldbeck unter der Regie von Gruppenführer Klaus-Dieter Budde. Über den dritten Platz freuten sich die Feuerwehrkameraden der Ortswehr Möllenbeck, die 420,30 Punkte erreicht hatten. Hier nahm Corinna Schulz stolz den Pokal entgegen. Die weiteren Platzierten waren die Ortswehren aus Volksen, Friedrichswald, Uchtdorf, Deckbergen, Hohenrode, Schaumburg und Engern. Eine Teilnehmerurkunde erhielten die Ortswehren Ahe, Rinteln, Steinbergen, Wennenkamp und Westendorf.


© Schaumburger Zeitung, 20.06.2002

 

Defekter Ofen setzt Hotel-Sauna in Brand


Großalarm für Ortsfeuerwehren / Niemand verletzt

Durch die Hitze hat sich die Deckenverkleidung im Hallenbad gelöst.

 

Todenmann (tol/wm). Vermutlich durch einen technischen Defekt brach am Mittwochabend in der Sauna des Hotels „Weserberghaus“ in Todenmann Feuer aus. Gäste wie Anwohner hatten den Qualm bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Nach kurzer Zeit waren insgesamt 117 Feuerwehrleute im Einsatz. Das Hotel ist zurzeit mit 28 Gästen belegt.

Ein junges Paar aus Oldenburg hatte für drei Tage ein Zimmer im „Weserberghaus“ gebucht. Beide wollen dort einen Kurzurlaub verbringen und waren am Mittwoch angereist. Das Angebot Sauna und Schwimmbad wollten sie schon am ersten Abend nach einem Spaziergang nutzen. Inhaber Ulrich Neuser stellte deshalb die Sauna an, damit sie, wie bestellt, gegen 20.30 Uhr benutzt werden konnte. Neuser verließ dann gegen 19 Uhr das Haus, um zu einer Sitzung des Kirchenrates zu fahren. Als die beiden jungen Leute vom Spaziergang zurückkehrten, bemerkten sie weißen Rauch am Hotelanbau. Als sie die Tür zum Hallenbad öffneten, kam ihnen eine dicke Qualmwolke entgegen.

Im Hotel informierten sie zunächst einen weiteren Pensionsgast. Der 35-Jährige aus Ahaus/Westfalen, der gegen 20 Uhr von seiner Arbeit in der Glashütte Stoevesandt gekommen war, hatte sich eigentlich auf einen Fußballabend vor dem Fernseher gefreut. Er alarmierte die Rettungsleitstelle. Nachbar Frank Mottulla entdeckte zur gleichen Zeit den Rauch über dem Hotel und rief direkt Todenmanns Ortsbrandmeister Uwe Vogt an. Der hatte es nicht weit zur Brandstelle und alarmierte unterwegs von seinem Handy aus die Rettungsleitstelle. Inzwischen waren bei dem Diensthabenden weitere Anrufe von Anwohnern angekommen. Um 20.18 Uhr rückten die Feuerwehren Todenmann wie Rinteln und ein Rettungswagen mit Notarzt aus. Weil dichter Qualm und Flammen inzwischen schon durch die Außenverkleidung des Hotelanbaus drangen, löschten die Feuerwehren erst von außen, ehe sie mit Atemschutzgeräten in die Räume vordringen konnten. Vorsichtshalber wurden für eine weitere Wasserversorgung die Wehren aus Deckbergen, Steinbergen und die Werksfeuerwehr der Lebenshilfe noch nach Todenmann gerufen, so dass schließlich 117 Feuerwehrleute im Einsatz waren. Nach vier Stunden konnten die Wehren wieder abrücken. Hotelinhaber Ulrich Neuser, der zu seiner Sitzung kein Handy mitgenommen hatte, kam erst ins Hotel zurück, als das Feuer bereits aus war. Sein großen Lob gilt der Feuerwehr, die sofort mit Hochdrucklüftern den Qualm aus dem Durchgang von Haupthaus und Hallenbad geblasen habe. Dadurch habe es im Hotel praktisch keine Russ- und Qualmschäden gegeben, der Hotelbetrieb könne weiterlaufen.


Drehleiter der Rintelner Wehr im Einsatz

 

 

Quelle: Schaumburger Zeitung, 10.05.2002

 

Rückblick auf Aktivitäten der Wehr:

19 Einsätze und viel Arbeit am Bau

In diesem Jahr wird 75-jähriges Jubiläum gefeiert

DECKBERGEN (ug). Ein ereignisreiches Jahr 2001 der Stützpunktwehr beschrieb Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier auf der Jahreshauptversammlung, die erstmals im umgebauten Feuerwehrhaus stattfand. Neben 19 Einsätzen der Aktiven war das Jahr von viel Eigenleistungen bei der Erweiterung und dem Umbau des Feuerwehrgebäudes für Fahrzeuge und Geräte und für den Ausbildungsraum geprägt. Hierfür wurden weit über 4000 (!) Arbeitsstunden geleistet. Zwar seien am Bau einige Probleme aufgetreten, die zu zeitlichen Verzögerungen führten, doch alles wurde bestens gemeistert. Die offizielle Einweihung fand vor wenigen Wochen statt (wir berichteten).

Wie der Ortsbrandmeister berichtete, waren unter den Alarm-Einsätzen zwei Großbrände, vier Kleinbrände, zwei Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, drei technische Hilfeleistungen sowie etwas nicht Alltägliches, als eine Rotte von Wildschweinen durch den Ort hetzte und ein Tier in einen Swimmingpool stürzte. Zu den 19 Einsätzen kamen noch drei Alarmübungen in Schaumburg, in Ahe und bei der Firma Imbau und drei weitere Übungen im Rahmen der Kreisbereitschaft Süd. Weitere acht Einsätze galten kleineren Bränden sowie Sicherungen von Umzügen usw. Natürlich ging auch der regelmäßige Ausbildungsdienst für die 36 aktiven Männer und Frauen weiter, und auch die Teilnahme an Lehrgängen (Grund-, Sprechfunker-, Zugführer-, Atemschutzgeräte-Lehrgang) war wie gewohnt groß. Die Jugendfeuerwehr mit der imposanten Stärke von 24 Mädchen und Jungen hatte unter Leitung von Gerd Mohwinkel außer der feuerwehrtechnischen Ausbildung und der Teilnahme an Wettbewerben auch sportliche Aktivitäten. Und die 13-köpfige Altersabteilung ist gemäß Bericht von Heini Nolting einmal im Monat als Wandergruppe in heimatlichen Gefilden unterwegs. Heidi Pape berichtete, dass sich die 32 Mitglieder der Frauengruppe jeden ersten Donnerstag im Monat zum gemütlichem Beisammensein treffen und außerdem Fahrten zu Besichtigungen und kulturellen Veranstaltungen unternehmen.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Hendrik Pape teilte mit, dass geplant ist, einheitliche T-Shirts und Sweatshirts anzuschaffen, wobei noch auf Sponsoren gehofft wird. Als Aktiven mit den meisten Dienststunden überreichte er Roman Stasitzek, der auch seine Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann erhielt, einen Pokal. Befördert wurden außerdem Christine Ackmann und Nicole Wanagautzki zu Feuerwehrfrauen.

Lutz Wanagautzki, der nach dem Fortzug von Sascha Skoruppa bereits kommissarisch als Gruppenführer eingesetzt war, wurde von der Versammlung einstimmig bestätigt; zu seinem Vertreter wurde Roman Stasitzek bestimmt.

Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz zollte den ehrenamtlich Tätigen beim Um- und Erweiterungsbau ausdrücklich seine „Hochachtung" für ihre vorzügliche Arbeit. Diese Baumaßnahme, für die die Stadt die Materialkosten übernommen hatte, sei beispielhaft für ähnliche Maßnahmen anderer Wehren des Stadtgebietes. In ihren Grußworten sprachen auch Ortsbürgermeister Eckhard Hülm, Kreisbrandmeister Walter Scheller und Stadtbrandmeister Helmut Meier ihren Dank für die geleistete Arbeit aus.

Zwei größere Ereignisse richtet die Ortswehr in diesem Jahr aus. Am 16. Juni wird die Rintelner Stadtmeisterschaft auf dem Imbau-Grundstück ausgetragen. Das 75-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Deckbergen wird im Rahmen des Dorfgemeinschaftsfestes (23. bis 25. August) gebührend begangen.

Nachdem der Jahresbeitrag auf zwölf Euro festgesetzt worden war (der damit etwas geringer als zu DM-Zeiten ist), klang der Abend bei einem rustikalen Imbiss in gemütlicher Runde aus.

Foto: ug


Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier, FF'en Christin Ackmann und Nicole Wanagautzki

 


Gruppenführer Lutz Wanagautzki (rechts) und sein Stellvertreter Roman Stasitzek

 

Quelle: Schaumburger Wochenblatt vom 30.03.2002

 

Der Umbau des Feuerwehrhauses in Deckbergen ist bestens gelungen

Viel Prominenz bei der Einweihung / Lob für saubere Arbeit

DECKBERGEN (ug). Zur offiziellen Einweihung des umgebauten und erweiterten Feuerwehrhauses der Stützpunktwehr Deckbergen waren die Spitzen aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr des Kreises Schaumburg und der Stadt Rinteln gekommen. Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, der ein Gästebuch als Präsent mitbrachte, Ortsbürgermeister Eckhard Hülm, Kreisbrandmeister Walter Scheller und Stadtbrandmeister Helmut Meier würdigten in ihren Grußworten den gelungenen Umbau und lobten die ehrenamtliche geleistete Arbeit von Kameraden der Wehr und der Altersabteilung sowie von anderen Einwohnern des Dorfes.

Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz war begeistert über den jetzigen Zustand, lobte den „verant-wortungsbewussten Umgang mit Steuergeldem" und sprach seinen „ganz, ganz herzlichen Dank für die picobello saubere Arbeit" aus.
Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier, der zusammen mit seinem Stellvertreter Hendrick Pape die Planung und Organisation der Bauarbeiten in der Hand hatte, begrüßte die Gäste in der freundlich hergerichteten Fahrzeughalle. Neben den oben Genannten waren weitere hohe Funktionsträger vom Kreis, von der Stadt und vom Ortsrat sowie die Deckberger Ehrenbrandmeister Karl Büthe und Heinrich Nolting, Pastor Mattias Mau, Vorstände der örtlichen Vereine und zahlreiche Einwohner gekommen.
In seinem Rückblick zeigte der Ortsbrandmeister auf, dass das im Jahre 1964 gebaute Gerätehaus mehrmals umgebaut werden musste, da die Aufgaben der Ortswehr laufend erweitert worden waren. Die jetzige Vergrößerung ergab sich zwingend aus den unzureichenden Raumverhältnissen, seitdem die Freiwillige Feuerwehr Deckbergen im Jahre 1984 Stützpunktwehr wurde. In rund eineinhalb Jahren sei nun ein zufriedenstellender Zustand geschaffen worden, um die an seine Wehr gestellten Anforderungen erfüllen zu können, erklärte der Ortsbrandmeister.
An Eigenleistungen seien rund 4 000 (!) nachweisbare Stunden sowie viele weitere Stunden an Heim- und Werkstattarbeit erbracht worden. Bei der Stadt Rinteln bedankte sich Ralf Bredemeier für die Bereitstellung von rund 38 000 Euro für die Materialbeschaffung. Außerdem seien etliche Geld- und Sachspenden von Sponsoren und Privaten in den Bau geflossen, für die er sich ebenfalls herzlich bedankte.
Im neuen Schulungs- und Aufenthaltsraum (früher war hier einmal die Sparkasse zu Hause) wurden die Gäste von der Damenabteilung der Ortswehr mit Karfee und selbst gebackenen Torten und Kuchen bewirtet, während die Tischtennisabteilung des SC Deckbergen-Schaumburg die Bedienung mit Getränken und Bratwurst übernommen hatte.

Foto: ug


Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier bei seiner Ansprache

 


Der Tisch der prominenten Gäste

 

Quelle: Schaumburger Wochenblatt vom 06.03.2002

1. Gerätehaus umgebaut

Deckbergen. Viele Feuerwehrhäuser in den Ortsteilen sind renovierungsbedürftig: Oft fehlen ausreichende Sanitär- wie Umkleideräume. Als erstes Feuerwehrhaus wurde das Deckberger Gerätehaus fertig: umgebaut in 4000 Arbeitsstunden Eigenarbeit. Es erhielt einen neuen Unterrichts-, Lager- und Umkleideraum und einen veränderten Garagentrakt. Jetzt stehen die Feuerwehrhäuser Exten und Steinbergen auf der Liste.

Zur Einweihung des gelungenen Umbaus: Gästebuch vom Landrat

Nach 4000 Stunden Arbeit am Gerätehaus: Ortsfeuerwehr Deckbergen feiert

Deckbergen (who). Mit gut 4000 Arbeitsstunden in Eigenleistung hat die Ortsfeuerwehr Deckbergen ihr Gerätehaus gründlich umgebaut. Zur Garantie einer ungestörten Einweihungsfeier und als Belohung für 14 Monate Sondereinsatz beim Bauen war die Feuerwehr deshalb am Sonnabend von jeglicher Alarmbereitschaft befreit.

Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier gab einen kurzen Rückblick auf die Baugeschichte. Der Auslöser für erste Überlegungen an Erweiterung und Umbau im Jahr 1999 sei die zunehmende Enge im Gerätehaus der Stützpunktfeuerwehr Deckbergen gewesen. Nach Beratungen der Ratsgremien. Grobplanungen und "Feinabstimmungen" habe das Rintelner Bauamt am 6. Oktober 2000 die Genehmigung zum Umbau erteilt.

Der neue Unterrichtsraum liegt in den früheren Geschäftsräumen der Sparkasse. Durch Anhebung des Fußbodenniveaus um 60 Zentimeter und Wanddurchbrüche ist ein großzügigerer Lager- und Umkleideraum entstanden. Der dritte und schwierigste Umbau-Bereich, so Bredemeier, sei der Garagentrakt für die beiden Fahrzeuge gewesen. Dabei habe besonders der Abbruch von Betonkonstruktionen viel Schweiß gekostet.

Mit dem Einbau einer Kompressoranlage habe sich die Ortsfeuerwehr einen speziellen Wunsch erfüllen können, freute sich der Ortsbrandmeister. Damit seien Druckluft- und Ladeerhaltung an den pneumatischen Einrichtungen der Fahrzeuge möglich und eine wesentliche Verbesserung der Ausrückzeiten, da das Aufladen der Druckluftanlagen der Fahrzeuge vor den Einsätzen künftig entfallen könne.

Für Planung und Koordination der Bauarbeiten zeichneten Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier und Hendrik Pape verantwortlich. Die liebevolle Titulierung "Zollstock-Mafia", die sich ihre Kameraden ausgedacht hatten, zielte auf die Genauigkeit, mit der sie ihrer Aufgabe nachgegangen sind und bereits im Vorfeld Fehler zu vermeiden halfen.

In sein Lob für die beiden Bauleiter bezog Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz alle Helfer mit ein. Dazu zeige die Sorgfalt bei der Ausführung der Arbeiten insgesamt den verantwortlichen Umgang mit öffentlichen Mitteln. "Alles bestens" hätten auch die Fachleute der Feuerwehr-Unfallkasse bei ihrer Besichtigung vor kurzem bescheinigt.

Schaumburgs Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier würdigte die Eigenleistung im ehrenamtlichen Engagement. Er hob hervor, gerade die Stadt Rinteln setze besonders auf die Eigenleistung der Feuerwehren. Den Grund für seinen zweiten Besuch innerhalb von zehn Tagen im Deckberger Gerätehaus gab Schöttelndreier offen zu: "Es hat mir so gut bei Ihnen gefallen."

In der Vorwoche war der Landrat zur offiziellen Verabschiedung von Rudi Skoruppa als Leiter des Brandschutzabschnittes Süd gekommen. Das Landrats-Geschenk zur Einweihung des Gerätehauses, ein Gästebuch, könnte für die Zukunft dazu dienen, weitere Schöttelndreier-Besuche im Deckberger Feuerwehrdomizil zu dokumentieren.

 

Innenminister entscheidet sich für die orange Schutzkleidung

Rinteln (who). 200 neue Einsatz-Schutzjacken will Stadtbrandmeister Helmut Meier jetzt bestellen, nachdem sich die Rintelner Feuerwehrführung auf eine Ausführung geeinigt hat.

© Schaumburger Zeitung, 14.12.2001

Einsatzjacken

Rintelns Stadtbrandmeister Helmut Meier und sein Auswahlkomitee hatten die Wahl der Qual beim Jackentest: Eine Voraussetzung erfüllen alle Modelle. Sie sind hitzebeständig. Foto: who

Die Europäische Kommission in Brüssel schreibt einheitliche Einsatz-Schutzjacken für die Feuerwehren vor. Die Europa-Norm 469 bezeichnet die Ausstattung und das Brennverhalten des Materials mit einer geforderten Hitzebeständigkeit des Materials bei Beflammung zwischen 230 bis 270 Grad Celsius.
EN 471 regelt die möglichen Farben, die Zündstoff für Diskussionen unter den Feuerwehrleuten waren. Verschiedene Fabrikate ähnlicher Fabrikation erfüllen diese Auflagen. Zum größeren Teil wird ein modernes Material im Mehrschichtaufbau mit Membran zur Feuchtigkeitsabsorbierung verwandt. Das Hitze beständige Gewebe des Obermaterials darf entweder ein Laminat oder Baumwollgewebe sein.
Die Fülle der Variationsmöglichkeiten bereitete Meier und seiner Auswahlkommission die Qual der Wahl. Nur eins stand fest: "Bestellt wird auf jeden Fall in leuchtendem Orange". Das war die Vorgabe aus dem Niedersächsischen Innenministerium in Hannover. Damit hatte zuvor Innenminister Heiner Bartling der Aufregung im niedersächsischen Feuerwehrvolk bei der Diskussion um die Farbe der Jacken und ein Ende gesetzt. Gegen Orange, so war von der Rintelner Feuerwehrführung zu hören, spreche unter anderem, dass in diesem Falle die neue Jacke bereits nach dem ersten Einsatz häufig so verschmutzt sei, dass sie in die Reinigung müsse. Je häufiger aber gereinigt werden müsse, je mehr leide auch das Material. Außerdem sei eine Kontaminierung beim Einsatz mit gefährlichen Substanzen auf dunklem Untergrund besser zu erkennen als auf Orange. Gerne hätten deshalb auch die Rintelner die neuen Jacken in dunkelblau geordert, wie sie die Werksfeuerwehr Lebenshilfe trägt und nicht zuletzt deshalb, "weil sie auch besser aussehen." Vor allem die Berufs- und Werksfeuerwehren bevorzugten bislang die fast schwarze Jacke mit den grellen gelben Reflektorstreifen, bestätigte Ernst Müller von der Firma Murer in Greene, der das Angebot seiner Firma in Rintelner Gerätehaus präsentierte. Eindeutig "pro Orange" ist die Haltung im Referat 35 für Feuerschutz des Innenministeriums in Hannover, legte Referatsleiter Dieter-Georg Runge am Telefon beim Anruf unserer Zeitung dar. Lange und gründlich habe man das Für und Wider abgewägt. Unter dem Strich habe letztendlich Orange die meisten Punkte gemacht, nicht zuletzt weil die meisten Feuerwehreinsätze tagsüber und auf der Straße im Verkehr statt fänden. Dunkle Schutzkleidung müsse deshalb mit Reflektorstreifen ausgerüstet werden. Das führe zu weit gehender "Versiegelung" des atmungsaktiven Materials. Da Kontaminierung meist auch mit Verschmutzung zusammen gehe, so Runge weiter, biete Orange auf jeden Fall die größere Sicherheit. Die dunkle Einsatzkleidung, so war aus Fachkreisen zu hören, sei überhaupt erst aufgekommen, weil das verwendete Gewebe "Aramid" mit den zunächst zur Verfügung stehenden Mitteln nicht orange oder in einer anderen hellen Farbe gefärbt werden konnte. Deshalb seien die ersten Serienproduktionen in dunkelblau an die Feuerwehren ausgeliefert worden. Wolfgang Kunze in der Pressestelle in Berlin, erläuterte, die Hauptstadt-Feuerwehr fahre zweigleisig: Die Brandbekämpfer seien mit dunkler Kleidung mit gelben Reflektoren ausgestattet und die Rettungsdienste mit Einsatzkleidung in Orange. Der Vorteil: damit sei von vorn herein eine klare Trennung möglich. Kein Feuerwehrmann könne so direkt aus dem Brandeinsatz und mit kontaminierter Kleidung in den Rettungswagen einsteigen und Verschmutzung einbringen. Für viele Wehren, so auch für die Rintelner drängt, muss doch noch schleunigst vor Jahresende bestellt werden, wenn die Gelder noch für dieses Jahr fließen sollen. Mit ihrer Entscheidung für ein Modell hat sich die Rintelner Feuerwehr festgelegt. Allerdings sollen noch Angebote weiterer Anbieter eingeholt werden. Zwischen 360 und 450 Mark kosten die unterschiedlichen Ausführungen. Für die Rintelner, so Stadtbrandmeister Helmut Meier, gebe aber der Tragekomfort den Ausschlag. Den Kaufpreis muss die Stadt Rinteln nicht aus eigenem Säckel aufbringen. Der Landkreis zahlt pro Stück 300 Mark dazu aus Mitteln der Feuerschutzsteuer, die seit einigen Jahren einbehalten worden sind.

   

Quelle: Schaumburger Zeitung, 14.12.2001

Nach Menschensuche: "Wasser Marsch"

1. Zug der Feuerwehrbereitschaft Süd übt in Deckbergen bei Firma Imbau

 


Wasser Marsch: Der 1. Zug der Kreisbereitschaft Süd übte bei der Firma Imbau (Foto: who)

 

Deckbegen (who). Der Feuerwehr-Großeinsatz am Sonnabendnachmittag auf dem Gelände und in den Hallen der Deckberger Firma Imbau war eine Übung. Der 1. Zug der Kreisbereitschaft Süd der Schaumburger Feuerwehren war nach einem vorangegangenen Übungsteil bei der Menschensuche hoch an der Paschenburg hinunter ins Wesertal nach Deckbergen gerufen worden.
Gut 40 Feuerwehrleute suchten in den Hallen nach vermissten Personen, legten Schlauchleitungen und ließen Wasservorhänge auf die Gebäude niedergehen.
Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier von der Deckberger Feuerwehr und Dieter Nolting als Zugführer hatten als Ortskundige die Übung ausgearbeitet. Rudi Skoruppa als Abschnittsleiter Süd und als Imbau-MItarbeiter wohnte zusammen mit Werkleiter Bruno Strack dem Geschehen als "Manöver-Beobachter" bei.

Wildschwein in Swimmingpool von Jäger erlegt

Friedhelm Kohlmeier erlegte den Keiler im Swimming Pool. Das Tier hatte jeden angegriffen, der sich ihm näherte.
Foto: Polizei

Deckbergen (wm).
Eine Rotte von über zwanzig Wildschweinen hielt am Sonntagabend Bürger und Polizei in Deckbergen und Schaumburg in Atem. Es entstand erheblicher Sachschaden, zum Glück wurde niemand verletzt. Wie Jagdpächter Bernd Ulbricht bestätigte, seien insgesamt vier Tiere von Jagdberechtigten erlegt worden.

Um 17 Uhr meldeten sich erste Bürger auf der Wache, die berichteten, sie hätten Wildschweine beim Überqueren der Bundesstraße 83 und in den Gärten gesehen. Wildschweine stürmten auch in Schaumburg durch die Grundstücke am Kirchberg und in der Siedlung . Bei der Familie Dirk Buddensiek in Schaumburg durchbrachen vier Tiere den Palisadenzaun. Der Vater konnte gerade noch seine beiden Kinder, zwei Jahre alt, von der Schaukel retten. Bei der Familie Knoop an der Osterburgstraße in Deckbergen sprangen vier Wildschweine auf die Pferdeweide und in den Gartenteich. Ein Tier wurde erlegt. Weitere Wildschweine, berichteten Anwohner, seien durch Gärten und über Grundstücke geflüchtet. Gemeldet wurde den Polizeibeamten außerdem, auf dem Grundstück der Familie Wollny sei ein Keiler in einen Swimming-Pool gefallen. Das Tier schwimme noch im Becken. Ein Polizeibeamter berichtete, der Keiler habe selbst im Wasser jeden angegriffen, der sich ihm genähert habe. Man habe zunächst überlegt, das junge Tier mit einem Netz aus dem Becken zu holen. Dieses Wildschwein wurde von Friedhelm Kohlmeier erlegt. Weitere Wildscheine erlegten die Jagdberechtigten Roland Mrasek und Ralf Marquardt. Allen Schützen hatte vorher die Polizei die ausdrückliche Erlaubnis zum Schuss erteilt, denn in Wohngebieten darf normalerweise keine Jagdwaffe abgefeuert werden. Warum kommen Wildschweine am hellichten Tag mitten in ein Dorf? Jagdpächter Bernd Ulbricht kann sich nur vorstellen, dass die Rotte tagsüber in einem Maisfeld gelegen hat und von einem Maishäcksler hochgeschreckt worden sein muss. Er habe selbst Landwirte bei der Ernte beobachtet. Ulbricht: „Wenn so eine Maschine durchs Feld rattert, geraten Wildschweine in Panik.“ Windheim wie Ulbricht bestätigten gegenüber unserer Zeitung, dass es zurzeit ungewöhnlich viele Wildschweine in den Wäldern gebe. Für Wildschweine gibt es keinen Abschussplan, das bedeutet, es dürfen so viele erlegt werden, wie Jägern vor die Flinte kommen.

Quelle: Schaumburger Zeitung, 16.10.2001

Einmal ohne den Ludwigsturm

Rinteln (who). Seit vielen Jahren üben die Atemschutzgeräteträger der 18 Rintelner Ortsfeuerwehren ein Mal im Jahr am Ludwigsturm den Einsatz "unter Maske", also bei Einsatzbedingungen. Am Sonnabendnachmittag wechselten sie zum ersten Mal den Schauplatz. Die "Erlebniswelt Steinzeichen Steinbergen" war diesmal Kulisse für die Großübung der Maskenmänner.

 

Den Ausblick vom "Jahrtausendblick" in der "Erlebniswelt Steinzeichen Steinbergen" gab es als Belohnung für die anstrengende Atemschutzübung gleich "gratis" dazu.
Foto: who

Über 100 Beteiligte zählte Stadt-Atemschutzgerätewart Thomas Reese als verantwortlicher Leiter der Großübung. Unter den Teilnehmern aus dem Stadtbereich Rinteln übten als Gäste auch Atemschutzgeräteträger aus Bösingfeld, Laßbruch und Bad Eilsen sowie von der Werkfeuerwehr der Rintelner Lebenshilfe an der Waldkaterallee. Zu den Ortsfeuerwehren der Stadt Rinteln gehören 188 Atemschutzgeräteträger, denen 75 Pressluftatmer zur Verfügung stehen. Jeder Angehörige der "Feuerwehr-Spezialeinheit", unter ihnen inzwischen sogar drei Frauen, ist laut Brandschutzgesetz verpflichtet, mindestens vier Übungen oder Einsätze unter Atemschutz pro Jahr abzuleisten. Eine der Übungen muss auf einer zugelassenen Atemschutzstrecke abgeleistet werden. Für Rinteln ist dies die Atemschutzstrecke der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Stadthagen. Bereits 1987 und noch vor Einrichtung der Übungsstrecke in Stadthagen organisierte Wennenkamps Ortsfeuerwehr ihre erste Großübung für die Rintelner Geräteträger am Ludwigsturm. Die Übung steht inzwischen fest auf dem Jahres-Dienstplan der Rintelner Feuerwehren. Krönender Höhepunkt für jeden Teilnehmer war nach dem schweißtreibenden Aufstieg über die unzähligen Stufen zum "Jahrtausendblick" der grandiose Ausblick übers Wesertal - bis hin zum Ludwigsturm.

Quelle: Schaumburger Zeitung, 04.10.2001

Lkw prallt ungebremst auf Pkw – Fahrer flüchtet in den Wald

Steinbergen (tol). Noch vor dem Eintreffen der Polizei an der Unfallstelle hat sich gestern Vormittag der Unfallverursacher, ein Lkw-Fahrer, aus dem Staub gemacht. Während sich Zeugen und andere Beteiligte um eine schwer verletzte Autofahrerin kümmern, sitzt der Mann noch in seinem Führerhaus. Plötzlich flüchtet er in den Wald.

Verkehrsunfall in Steinbergen

Rettungssanitäter und Notärzte versorgen die schwer verletzte Pkw-Fahrerin. Foto: tol

 

R i n t e l n
Was ist geschehen? Gegen 10.45 Uhr wollen mehrere Fahrzeuge an der Steinberger Kreuzung, aus Richtung Bückeburg kommend, nach Rinteln abbiegen. An der roten Ampel halten ein Lieferwagen, ein Lkw und ein roter Pkw, Marke Renault. Aus gleicher Richtung kommt der zurzeit flüchtige Fahrer mit einem polnischen 40-Tonnen-Sattelzug. Im Kreuzungsbereich streift dieser Sattelzug zunächst den Seat-Pkw eines 33-Jährigen aus Essen. Danach fährt der Lastwagen – offensichtlich ungebremst – auf den roten Renault einer 50-Jährigen aus Kükenbruch. Durch die Wucht des Aufpralls wird ihr Pkw auf zwei weitere verkehrsbedingt wartende Fahrzeuge aufgeschoben. Die Extertalerin wird in ihrem total zerstörten Auto eingeklemmt und schwer verletzt. Fast eine halbe Stunde benötigen Feuerwehrleute aus Steinbergen, Deckbergen und Rinteln, um die Frau mit schwerem Rettungsgerät zu befreien. Währenddessen wird sie von Rettungssanitätern und Notärzten versorgt. Sie wird anschließend in das Klinikum Minden gebracht. An der Suche nach dem flüchtigen Fahrzeugführer beteiligen sich zehn Funkstreifenwagen der Polizeidienststellen Rinteln, Bückeburg, Obernkirchen, Stadthagen, Hessisch Oldendorf, der Autobahnpolizei Herford sowie zwei Diensthundeführer der Polizei Hameln und eine Polizeihubschrauberbesatzung. Nach zweieinhalbstündiger erfolgloser Suche werden die Fahndungsmaßnahmen eingeschränkt. Nach Zeugenaussagen handelt es sich bei dem flüchtigen Fahrzeugführer um eine Person mit folgender Beschreibung handeln: männlich, etwa 45 Jahre alt, südländischer Typ, etwa 1,75 Meter groß, dunkle Haare, bekleidet mit einer blauen Weste und einem hellen Pullover.

Quelle: Schaumburger Zeitung, 08.09.2001

Verkehrsunfall in Steinbergen
 
Verkehrsunfall in Steinbergen
 
Verkehrsunfall in Steinbergen

88 Feuerwehrleute im Einsatz

 

Bahnschwellenbrand in Rinteln

Bahnschwellenbrand in Rinteln

Auf etwa 480 Quadratmetern brennen ausgediente Eisenbahnschwellen.

Mit insgesamt 17 Fahrzeugen und 88 Feuerwehrleuten bekämpfen die eingesetzten Wehren das Feuer.

Rinteln (ste). 88 Feuerwehrleute mit 17 Fahrzeugen sowie das THW aus Stadthagen mit Radlader und Gerätewagen waren eingesetzt, den Großbrand von abgelagerten Alt-Bahnschwellen am Güterbahnhof abzulöschen. Am Samstag Abend war der Alarm gegen 20.20 Uhr aufgelaufen und Ortsbrandmeister Helmut Blaue und seine Leute hatten sich einer schwierigen Aufgabe zu stellen. Auf einer Fläche von etwa 480 Quadratmetern brannten die teerölgetränkten Bahnschwellen, die bis zu vier Metern hoch aufgeschichtet waren.
Ein weithin sichtbarer Feuerschein und eine kerzengerade, pechschwarze Rauchsäule waren die Folge. Glücklicherweise war es fast völlig windstill, so dass bei den umliegenden Häusern Entwarnung gegeben werden konnte. Die entstehenden Brandgase stellten somit keine Gefahr für die Bevölkerung dar.
Schwierigkeiten bereitete die Löschwasserversorgung am Brandort. So musste in einem Pendelverkehr durch die Tanklöschfahrzeuge Wasser herbeigeschafft werden. Außerdem wurde eine Schlauchleitung über lange Wegstrecke zur Versorgung gelegt.
Nachdem der Einsatz gegen 02.40 Uhr als erledigt abgehakt werden konnte, zog Einsatzleiter Blaue Bilanz: "Die Brandursache deutet auf Brandstiftung hin!"
Bei den Bahnschwellen handelt es sich um ausgediente Schwellen auf einem Gelände der Rinteln-Stadthägener Eisenbahn.
Sie loderten am Sonntag Morgen bereits wieder durch Glutnester entfacht auf. Die Feuerwehr musste nochmals nachlöschen.
Eingesetzt waren die Wehren aus Rinteln, Steinbergen, Deckbergen, Exten sowie der Werksfeuerwehr Lebenshilfe. Insgesamt wurden 700 Liter eines Schaummittels eingesetzt, um die Flammen zu ersticken.

Foto: privat

 

Quelle: Schaumburger Wochenblatt, 05.09.2001

Bahnschwellen brennen

 

Rinteln. Lichterloh brannten am Sonnabend ggen 20.20 Uhr die Alt-Bahnschwellen am Güterbahnhof. Die Polizei geht von einer Brandstiftung aus, dennvon den Beamten wurden Beweismittel gefunden,die jetzt durch den Kriminalermittlungsdienst untersucht und ausgewertet werden. Wer weitere Hinweise zur Ursache des Brandes machen kann, sollte sich bei der Rintelner Polizei unter 9545-0 melden

Foto: privat

Quelle: Schaumburger Zeitung, 03.09.2001

Gerätehaus-Umbau: Alle langen kräftig zu

Feuerwehr Deckbergen: Meißel statt C-Rohr

 

Wenn Hendrik Pape, stellvertretender Ortsbrandmeister, zulangt, dann fliegen die Brocken! Foto:pr

Deckbergen (ur). In Zeiten knapper werdender öffentlicher Mittel kommt der ehrenamtlichen Arbeit immer mehr Bedeutung zu – eine Entwicklung, die das aufgreift, was für die Freiwilligen Feuerwehren schon seit langem gilt.
So war es denn auch für Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier und seine Mannen in Deckbergen selbstverständlich, für die bevorstehenden Umbauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus die Trennmauern zur Erweiterung in Eigenleistung einzureißen: Dienst mit Vorschlaghammer und Meißel, statt mit Löschrohr und schwerem Gerät.
Dass der aufkommende Staub hinterher mit dem einen oder anderen Bierchen fortgespült wurde, ist im Interesse der Schwerstarbeiter zu hoffen.
Der Umbau wurde erforderlich, damit die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen künftig noch schneller ausrücken kann. Wie „Flammenfee“ Bärbel Skoruppa gegenüber der Presse erklärte, soll die Baumaßnahme noch in diesem Herbst durch Unterstützung des Handwerks abgeschlossen werden. Einen exakten Zeitpunkt für die Neueinweihung vermochte sie aber noch nicht zu benennen.

Quelle: Schaumburger Zeitung, 16.08.2001

Umbau des Feuerwehrhauses geht weiter

Garage wird vergrößert / Decke wird saniert

 

Umbau Gerätehaus

Auf dem Dach: Gerd Mohwinkel (von links), Ralf Bredemeier, Hendrik Pape und Roman Stasitzek
Foto: ug

Deckbergen (ug). Damit das Tanklöschfahrzeug der Stützpunkwehr Deckbergen genügend Platz hat, wird zur Zeit die Garage um zwei Meter verlängert, so dass in der kalten Jahreszeit auch bei geschlossenen Garagentoren an beiden Einsatzfahrzeugen Wartungsarbeiten durchgeführt werden können. Die Stadt Rinteln übernimmt auch für den Anbau die Materialkosten und die Fachleistungen, während die meisten Arbeiten von den Aktiven geleistet werden; auch die Altersabteilung ist immer dabei!
Pech hatten die Feuerwehrkameraden, als nach der Fertigstellung des Schulungsraumes (früher war hier der Sparkassenkundenraum) Wasser von der Decke tropfte. Es stellte sich heraus, daß das im Jahre 1965 hergestellte Flachdach undicht geworden war. Also sind jetzt mehrere Männer - allen voran der Ortsbrandmeister - dabei, die äußere Schicht freizumachen und eine neue Dachhaut einzubauen.

Umbau Gerätehaus

Dieter Nolting vor dem Anbau für die Garage des Tanklöschfahrzeuges

 

Quelle: Schaumburger Wochenblatt, 01.08.2001

Feuerwehr Deckbergen im Sondereinsatz

Schon 2200 Arbeitsstunden für mehr Raum geleistet
Sponsoren helfen nach Kräften

 

Umbau mit viel Eigenleistung: Hendrik Pape und Roman Stasitzek (v.l.) bereiten den Einbau des neuen Tores an der verlängerten Garage vor.
Foto: who

Deckbergen (who). Die Deckberger Ortsfeuerwehr packt zurzeit mächtig selbst beim Umbau des Gerätehauses. Mit viel Eigenleistung schaffen sie im ehemaligen Gemeindehaus und Sparkassengebäude an die 90 Quadratmeter mehr Fläche für die Wehr, schätzt Hendrik Pape.
Über 2200 Arbeitsstunden, so der stellvertretende Deckberger Ortsbrandmeister seien seit Baubeginn im vorigen September angefallen. Ziel ist es, die Enge beim Dienstbetrieb der rund 30 Aktiven zu beheben. Damit sollen auch die engen Durchlässe neben den Fahrzeugen in den beiden Garagen bald der Vergangenheit angehören.
Geschwitzt haben die Feuerwehr-Bauleute besonders bei den großen Gewerken: Wanddurchbrüche, Niveauanhebung um 60 Zentimeter, um eine größere zusammen hängende Fläche zu schaffen. Die linke der beiden Garagen wurde verlängert und ein komfortablerer Ankleideraum geschaffen mit mehr Bewegungsfreiheit für die Einsatzgruppen. Zwei Brandschutzfenster am Haupthaus neben dem Garagentrakt erfüllen jetzt hundertprozentig die Feuerschutz-Bestimmungen und die Vorstellungen des Brandschutzbeauftragten der Feuerwehr.
Der neue Gruppenraum ist bereits fertig gestellt. Die Bestuhlung und einen gebrauchten Tresen hat die Schaumburger Brauerei komplett spendiert, und die Firma Wesermöbel aus Hessisch Oldendorf steuerte eine Nagel neue Kücheneinrichtung bei.
Das Deckberger Feuerwehr-Gerätehaus selbst steht für ein Stück der jüngeren Ortsgeschichte. Bis zur Gemeindereform Mitte der 70er Jahre residierten hier der Bürgermeister und die Gemeindeverwaltung. Der neu geschaffene kleine Lagerraum befindet sich just an der Stelle an dem die Deckberger Brautpaare vor den Standesbeamten traten.
Später hatte die Filiale der Kreissparkasse ihren Sitz im früheren Verwaltungsgebäude. Und auch die ist längst wieder ausgezogen - in einen Neubau.

 

Gruppenraum

Der neue Gruppenraum im Deckberger Feuerwehrhaus ist fertig. Theke, Küche und Stühle spendierten diverse Sponsoren. Nun bereiten die Feuerwehrleute in Eigenleistung den Einbau des neuen Tores an der verlängerten Garage für das Einsatzfahrzeug vor. Über 2200 Stunden ehrenamtlicher Arbeit leisteten die Blauröcke seit Beginn der Erweiterung

 

Quelle: Schaumburger Zeitung, 25.07.2001

Bei diesem Wettkampf gibt es nur Sieger

Goldbeck (wm). Nicht zu glauben, aber wahr: Zum vierten Mal in Serie durften die Krankenhäger bei den Stadtwettbewerben der 16 Rintelner Wehren den Sieger- wie Wanderpokal mitnehmen. Diesmal einen nagelneuen. Die Stadtwettbewerbe fanden am Sonntag unter der Regie von Ortsbrandmeister Walter Menke in Goldbeck statt.

In Siegerlaune: das Team aus Krankenhagen mit „Superman“ und „Supergirl“.
Fotos: wm

 

Friedel Garbe hatte schon im Vorfeld gescherzt: Beim nächsten Wanderpokal wollten die Krankenhäger nicht mehr ihren Namen eingravieren lassen, sondern nur noch eine Strichliste führen, das sei preiswerter. Der Appell von Dieter Budde, Ortsbürgermeister von Taubenberg, klang dann auch schon dringlich: Die Konkurrenz möge doch „üben, üben, üben“, schon allein, damit die Wettkämpfe künftig wieder spannender würden. Immerhin trennen die Krankenhäger vom zweitplatzierten Team aus Möllenbeck gerade mal drei Punkte. Den Pokal für Platz drei durften die Gastgeber der Wettkämpfe entgegennehmen, die Feuerwehr aus Goldbeck. „Die neue Pumpe hat Wunder gewirkt“, kommentierte Stadtbrandmeister Helmut Meier, seine Übergabe des Pokals für Platz vier an die Feuerwehr Volksen.

Weiter platziert: Wennenkamp, Deckbergen, Friedrichswald, Strücken, Todenmann, Ahe, Uchtdorf, Hohenrode, Westendorf, Rinteln, Steinbergen und Exten. Wettkampfleiter Rolf Schaper aus Obernkirchen bescheinigte den Feuerwehrmänner einen fairen Einsatz und gute Leistungen, Willi Böker, Vorsitzender des Feuerwehrausschusses, betonte, bei diesem Wettbewerb „gibt es nur Sieger.“

Quelle: Schaumburger Zeitung, 25.06.2001

Gartenlaube brennt völlig aus

Engern (tol). Bis auf die Streifenfundamente brannte in der Nacht zu Mittwoch ine Gartenlaube in Engern nieder. Gegen 23.40 Uhr entdeckte eine Polizeistreife hellen Feuerschein von dem Eckgrundstück Am Werder / Weserradweg. Die Beamten alarmierten die Feuerwehr. Diese rückte mit 20 Helfern aus Engern und Deckbergen an.

 

Den Brand hatte die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges rasch eingedämmt. Weiteres Löschwasser wurde über eine 200 Meter Schlauchleitung herbeigefördert, um Brandnester zu löschen. Die Gartenlaube, direkt am Weserradweg, war verpachtet - dieses Jahr noch ungenutzt. Verbrannt sind Gartenmöbel und Geschirr. Die Kriminalpolizei vermutet fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung. Zeugen mögen sich an die Polizei Rinteln 05751 / 95450 wenden.
Foto: tol

„Super-Beispiel“ für Initiative: Arbeitsstunden fast verdoppelt

Deckbergen (who). Mit bislang 2000 zusätzlichen Arbeitsstunden für den Umbau des Gerätehauses hat die Ortsfeuerwehr Deckbergen ihr Jahres-Dienststundenkonto nahezu verdoppelt. Das belegte der Jahresbericht von Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier am Samstagabend zur Hauptversammlung in der Gaststätte „Zum gemütlichen Eck“.

JHV 2001

Seit 25 Jahren ist Andreas Ehrlich Fördermitglied; Willi Bradt und Jens Abel sind seit 40 und 25 Jahren aktiv. Foto: who

 

„Ein Super-Beispiel für Eigeninitiative, die dazu noch die städtischen Finanzen entlasten hilft“, lobte Rintelns stellvertretender Bürgermeister Karl Lange. Neben dem Umbau, der in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, erforderten die insgesamt 20 Einsätze der 34-köpfigen Einsatzgruppe gut 220 Stunden. Darunter waren auch elf Brandeinsätze mit je einem Mittel und einem Großbrand. Obwohl die technischen Hilfeleistungen im Jahr 2000 zahlenmäßig gering ausgefallen seien, so Ortsbrandmeister Bredemeier, habe die Wehr dennoch besonders in die praktische Ausbildung für diesen Bereich investiert und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten erweitert, um den wachsenden Herausforderungen zu begegnen. Ein „Highlight des Jahres“ seien die Stadtmeisterschaften der Rintelner Ortsfeuerwehren gewesen – dank der Firma Imbau, die dafür ihr Werksgelände der Ortsfeuerwehr Deckbergen zur Verfügung gestellt habe. Im und für das Dorf selbst hat die Wehr sich an öffentlichen Aktionen der Dorfgemeinschaft beteiligt. „Und beim nächsten Dorfgemeinschaftsfest helfen wir natürlich auch wieder gerne mit!“ Dieses Versprechen gab Ralf Bredemeier gleich an Deckbergens Ortsbürgermeister Eckhard Hülm persönlich mit. Insgesamt zählt die Ortsfeuerwehr Deckbergen 234 Mitglieder, davon 24 in der Jugendfeuerwehr. Daran, dass geänderte Bestimmungen jetzt die Einrichtung von Kindergruppen im Alter von sechs bis zehn Jahren zulassen, erinnerte Stadtbrandmeister Helmut Meier. Aber ob auch Deckbergen eine „Pampers-Gruppe“, so die humorige Titulierung des Bürgermeister-Stellvertreters Karl Lange, bekommen wird, blieb noch offen. Gleich sechs neue Anwärterinnen und Anwärter verpflichtete der Ortsbrandmeister: Birgit und Olaf Könner, Christine und Sven Ackmann, Angela Kollmann und Nicole Wanagautzki. Befördert wurden: Kerstin Wanagautzki zur Oberfeuerwehrfrau, Markus Olthoff zum Hauptfeuerwehrmann, Gerd Mohwinkel zum Oberlöschmeister sowie Henrik Pape zum Hauptlöschmeister. Mit Jens Abel und Willi Bradt erhielten zwei verdiente Kameraden ihre Ehrungen für 25 und 40 aktive Dienstjahre. Für Andreas Ehrlich als treuem Förderer gab es die interne Auszeichnung für 25-jährige Mitgliedschaft. Die Gelegenheit zum nachträglichen Gratulieren nutzte an dieser Stelle Stadtbrandmeister Helmut Meier und bekannte: „Wie ich jetzt erst gehört habe, hat eure Damengruppe im vorigen Jahr zehnjähriges Bestehen gefeiert, ich hab''s leider nicht gewusst ...“ Feiern lassen mit einem „Ehren-Bier-Humpen“ als Auszeichnung durfte sich schließlich auch Michael Schlosser als „Feuerwehrmann des Jahres 2000“ für die emsigste Dienstbeteiligung. Und ruhiger angehen lassen dürfen es künftig Sieghard Ehrlich und Heinz Stemme nach ihrem offiziellen Abschied aus dem aktiven Dienst. Sie werden die neue Altersabteilung verstärken.

Quelle: Schaumburger Zeitung, 20.03.2001