Deckbergen - K71Grundstück gesichert – Geld steht bereit

Feuerwehrgerätehaus-Neubau in Deckbergen rückt in greifbare Nähe

 

 Deckbergen. Die Formel vom „ruhigen“ Jahr taucht zwar immer wieder auf bei Jahresversammlungen der Feuerwehren, aber das ruhige (Einsatz)-Jahr relativiert sich beim näheren Hinsehen, machte Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote während der Versammlung der Ortsfeuerwehr Deckbergen deutlich.

Bei 38 Einsätzen „im Vergleich zu 27 im Vorjahr“ haben die Deckberger gut zu tun gehabt, hatte Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier zuvor berichtet. Und „38 Einsätze im Jahr sind nicht wenig“, sondern erheblich für eine Stützpunktwehr attestierte der Kreisbrandmeister der Feuerwehr ein vergleichsweise großes Arbeitspensum (mit unter anderem neun Brandeinsätzen und 16 technischen Hilfeleistungen) im Jahr 2014. Und auch in diesem Jahr scheint es nicht weniger zu werden, ließ Bredemeiers Anmerkung zu 2015 vermuten. Schon vier Mal wurde die Stützpunktfeuerwehr Deckbergen seit Jahresbeginn gerufen.

Die Feuerwehr mit ihren zurzeit 30 Leuten in der Einsatzabteilung und insgesamt 202 Mitgliedern befindet sich auf einem guten Stand, aber getreu dem Motto „Stillstand bedeutet Rückschritt“ seien Verbesserungen aber immer möglich und auch nötig. So lenkte der Ortsbrandmeister den Blick auf bevorstehende beziehungsweise bereits angelaufene Veränderungen der Rahmenbedingungen, die nicht nur die Ortsfeuerwehr Deckbergen betreffen. Die Feuerwehr bildet ab dem 1. April gemeinsam mit den Nachbarn aus Westendorf und Schaumburg den Brandschutzabschnitt 1 der Stadt Rinteln. Und dafür wird in Deckbergen ein neues Gerätehaus gebaut werden, das „gleichfalls von der Ortsfeuerwehr Schaumburg genutzt werden könnte“, bestätigte Bürgermeister Thomas Priemer, neuer oberster Dienstherr der Rintelner Feuerwehren. Ein Grundstück von rund 3500 Quadratmetern Fläche sei bereits gesichert und die erforderlichen Mittel in den Stadthaushalt für 2016 eingestellt für einen Neubau in Deckbergen.

Im Zusammenhang mit dem Neubau ist auch die Erwartung des neuen Fahrzeugs vom Typ LF 8 zu sehen, sprach Bredemeier die Ersatzbeschaffung für das 27 Jahre alte Fahrzeugs an, die zugunsten der Stützpunktfeuerwehr Exten zurückgestellt worden war. Damit dürfte das neue Fahrzeug passenderweise in ein neues Gerätehaus einziehen. Und um einen (zeitlich begrenzten) Einzug von gut 500 „Neubürgern“ geht es auch beim großen Sondereinsatz der Ortsfeuerwehr Deckbergen, die vom 24. Juli bis zum 1. August bereits zum vierten Mal Gastgeberin für das Stadtzeltlager der Rintelner Jugendfeuerwehren sein wird.

Mit Heinz Stemme, der seit 60 Jahren zur Ortsfeuerwehr Deckbergen gehört sowie dem früheren Ortsbrandmeister Heinz-Rudi Skoruppa als Goldjubilar durften sich unter dem Tagesordnungspunkt Ehrungen und Beförderungen zwei altgediente Mitglieder im Feuerwehrruhestand feiern lassen, die sich an sämtliche vier Stadtzeltlager erinnern können. Dagegen haben Jan Bradt, der zum Feuerwehrmann aufrückte sowie Lutz Wanagautzki, befördert zum Oberlöschmeister, grundsätzlich die Aussicht, auch das fünfte Stadtzeltlager in Deckbergen während ihrer aktiven Dienstzeit mitzuerleben. Ebenso Bernd Niemeier und Stefan Wollgast, die beide zu Hauptfeuerwehrleuten avancierten.

Bei den Wahlen zum Kommando hieß es Wiederwahl für Benedikt Niemeier als Schriftführer. Andreas Appeldorn soll Nachfolger für Gerd Müller werden, der 22 Jahre lang Gerätewart seiner Ortsfeuerwehr war.

Autor: Werner Hoppe
Quelle: Schaumburger Zeitung